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Flutopfer in Rheinland-Pfalz - Steinmeier bei Staatsakt: "Stehen zusammen"

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Bundespräsident Steinmeier hat den Menschen in den Flutgebieten in der Eifel Unterstützung zugesagt. In der Not sei Deutschland stark, sagte er bei einem Staatsakt am Nürburgring.

Mit einem Staatsakt gedenkt Rheinland-Pfalz der mehr als 130 Todesopfer der verheerenden Flutkatastrophe vom Juli. Bundespräsident Steinmeier hat den betroffenen Bürgern die Solidarität des gesamten Landes zugesichert.

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Rund sieben Wochen nach der Flutkatastrophe hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den betroffenen Bürgern die Solidarität des gesamten Landes zugesichert.

"Wir, das ganze Land, trauern heute mit Ihnen", sagte Steinmeier am Nürburgring bei einem Staatsakt des Landes Rheinland-Pfalz zum Gedenken an die Opfer der Flutkatastrophe.

In der Stunde der Not sind wir ein starkes, solidarisches Land. Wir stehen zusammen.
Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident: Die Katastrophe "geht uns alle an"

Zu dem Staatsakt hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die Angehörigen der Toten und Vermissten sowie Verletzte, Geschädigte, Hilfskräfte und die Bürgermeister der mehr als 250 betroffenen Gemeinden eingeladen.

Steinmeier betonte, solidarische Hilfe und Aufmerksamkeit sei nicht nur jetzt in der akuten Not, sondern für lange Zeit notwendig.

Das Unheil, das über Sie hereingebrochen ist, es geht uns alle an.
Frank-Walter Steinmeier

Alle müssten sich nun die Frage stellen, was getan werden könnte, "um auf solche Katastrophen, auf solche Extremwetterlagen besser vorbereitet zu sein".

Steinmeier dankt für "überwältigende Hilfsbereitschaft"

In jener "so furchtbares Unheil bringenden Nacht" Mitte Juli habe das "schlimmste Hochwasser seit Menschengedenken hier in der Region" beschauliche Bäche und kleine Flüsse zu reißenden Strömen werden lassen, sagte der Bundespräsident.

Er versprach den Betroffenen: "Wir wissen, dass in Ihrem Leben nichts mehr ist, wie es war. Aber Sie sollen heute wissen: Auf Ihrem Weg zurück ins Leben lässt Ihr Land Sie nicht allein."

Er sprach den Einwohnern der Katastrophenregion seinen Respekt dafür aus, dass sie trotz aller Verzweiflung nicht aufgegeben hätten und nach vorne blickten. Die Hilfsgelder von Bund und Ländern müssten nun so schnell wie möglich an die Betroffenen ausgezahlt werden, forderte er.

Steinmeier gedachte auch der Flutopfer in anderen Teilen Deutschlands und in den Nachbarstaaten. Zugleich dankte der Bundespräsident den Bürgern und Hilfskräften für eine "überwältigende Hilfsbereitschaft".

Auch Dreyer sagt Flutopfern Solidarität zu

Auch Ministerpräsidentin Dreyer sicherte den Opfern der Flutkatastrophe weiter Solidarität zu. Die Naturkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli habe Rheinland-Pfalz bis ins Mark getroffen. "Die vielen Schicksale gehen mir nicht aus dem Kopf", sagte Dreyer in ihrer Rede. Aber die Betroffenen sollten wissen, dass sie nicht allein sind.

Am Dienstag hatte Dreyer im Landtag das "nationale Ausmaß" der Katastrophe betont. In Rheinland-Pfalz hätten 134 Bürger durch die reißenden Wassermassen ihr Leben verloren. 766 Menschen seien verletzt worden, noch heute würden drei Personen vermisst. Insgesamt seien rund 65.000 Rheinland-Pfälzer von der Naturkatastrophe betroffen.

Der Nürburgring - eine Motorsport-Rennstrecke im Landkreis Ahrweiler - war nach der Flutkatastrophe am 14. Juli zum Basislager umfunktioniert worden. Von hier starteten Einsatzkräfte von Polizei, Bundeswehr, Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz in das verwüstete Ahrtal.

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Rheinland-Pfalz, Ahrweiler: Völlig zerstört ist diese Brücke über die Ahr in Ahrweiler nach der Flutkatastrophe.

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