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George Floyd erstickte bei der Festnahme

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Ergebnis der zweiten Autopsie - George Floyd erstickte bei der Festnahme

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Eine unabhängige Autopsie zur Todesursache von George Floyd belastet die Polizei in Minneapolis schwer: Sie belegt, dass der 46-Jährige noch während seiner Festnahme zu Tode kam.

Polizisten in Minneapolis stehen an einem Portrait von George Floyd.
Jetzt ist es offiziell bestätigt: Polizisten tragen die Schuld am Tod von George Floyd.
Quelle: ap

Eine unabhängige Autopsie von George Floyd bestätigt, dass dieser bei einem Polizeieinsatz vergangene Woche erstickt ist. Allecia Wilson von der Universität in Michigan ist eine der beiden Rechtsmediziner, die die unabhängige Untersuchung durchführten. Sie sagt:

Die Beweise belegen das mechanische Ersticken als gewaltsame Todesursache.
Allecia Wilson

Der auf Floyds Hals und seinen Rücken ausgeübte Druck habe zum Erstickungstod geführt. Die Autopsie widerspricht damit den Ergebnissen einer ersten Untersuchung, der zufolge es keine Hinweise auf eine traumatische Strangulation gebe und gesundheitliche Probleme mit dem Herz sowie Bluthochdruck zu seinem Tod beigetragen hätten.

George Floyd flehte, er könne nicht atmen

Der unbewaffnete Floyd wurde am Montag vergangener Woche in Minneapolis von einem weißen Polizisten minutenlang mit dem Knie auf dem Hals zu Boden gedrückt und starb kurz darauf. Ein Video zeigte Floyd, wie er wiederholt flehte, dass er nicht atmen könne.

Polizist Derek C. hatte sein Knie fast neun Minuten lang fest auf Floyds Hals gedrückt. Zwei weitere Polizisten knieten auf Floyds Rücken. Antonio Romanucci, ein Anwalt der Familie Floyd, fordert, dass alle Polizisten angeklagt werden sollten, nicht nur Derek C..

Demonstranten ziehen durch das Regierungsviertel in Washington. Unterdessen diskutiert man in der Politik den Einsatz des Militärs. Die Strategie der Demonstranten: Die weiße Mittelschicht für sich gewinnen, damit sich wirklich etwas ändert in den USA.

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2 min
Datum:

Alle anwesenden Beamten sind haftbar

"Neben dem Knie auf dem Hals war auch das Gewicht der beiden anderen Polizisten auf seinem Rücken verantwortlich für Georges Tod. Dadurch wurde der Blutfluss zum Gehirn verhindert und auch die Luftzufuhr in seine Lunge", sagte Romanucci. "Das macht alle diese Beamten vor Ort strafrechtlich haftbar."

"Wir können nach etwas weniger als vier Minuten sehen, dass George Floyd regungslos, leblos ist", sagte Michael Baden, ein Arzt, der im Auftrag der Familie Floyd an der unabhängigen Autopsie teilnahm. Er habe bei Floyd keine gesundheitlichen Probleme gefunden, die seinen Tod hätten herbeiführen können.

George Floyd konnte nicht atmen

Auch widerlegt er die Ansicht, dass der auf den Boden gedrückte Floyd atmen konnte. Baden sagt:

Viele Polizisten haben den Eindruck, wenn man sprechen kann, kann man auch atmen. Das stimmt nicht.
Michael Baden

"Ich rede gerade und atme dabei weder ein noch aus." Ben Crump, leitender Anwalt der Floyd-Familie, sagte, die unabhängige Autopsie und der Videobeweis machen deutlich, dass Floyd bereits tot war, bevor die Rettungssanitäter eintrafen. "Der Krankenwagen war sein Leichenwagen", sagte er.

Ex-Boxer Floyd Mayweather zahlt Beerdigung

Unterdessen wurde laut mehreren US-Medienberichten bekannt, dass Ex-Boxer Floyd Mayweather die Kosten der Beerdigung von George Floyd für dessen Familie übernehmen will. Die Familie habe das Angebot angenommen.

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