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Freie Universität Berlin - Uni prüft Giffeys Doktorarbeit nochmal

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Familienministerin Giffey verzichtet auf ihren Doktortitel. Aber damit ist die Plagiatsaffäre nicht vorbei. Die Freie Universität Berlin unterzieht die Arbeit einer neuen Prüfung.

Franziska Giffey
Franziska Giffey trägt ihren Doktortitel nicht mehr. Dennoch prüft die FU ihre Arbeit jetzt erneut.
Quelle: epa

Obwohl Bundesfamilienministerin Franziska Giffey nach Diskussionen um ihre Dissertation auf das Führen ihres Doktortitels verzichtet, prüft die Freie Universität Berlin die umstrittene wissenschaftliche Arbeit erneut. Das teilte die Universität am Mittwochabend mit.

FU Berlin will Verfahren bis Ende Februar abschließen

Es soll nun untersucht werden, "ob in der Abwägung nach Abschluss des ersten Prüfverfahrens nach den richtigen Kriterien die richtige Entscheidung getroffen" worden sei. Dazu werde erneut ein Gremium eingesetzt, erklärte die Hochschule. Das Verfahren soll möglichst bis Ende Februar abgeschlossen werden.

Im Herbst 2019 hatte sich die Universität gegen eine Aberkennung des Doktortitels entschieden, Giffey aber eine Rüge erteilt. Nach mehreren kritischen Gutachten zu ihrem Vorgehen kündigte die Hochschule Anfang November dann aber an, neu über die Plagiatsvorwürfe zu entscheiden.

Nach Plagiatsvorwürfen bei ihrer Dissertation möchte Bundesfamilienministerin Giffey ihren Doktortitel nicht weiter führen. ZDF-Korrespondent Theo Koll mit den Details.

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Am Freitag erklärte Giffey dann, ihren Doktortitel nicht mehr führen zu wollen. Ihre Arbeit als Bundesministerin wolle sie fortsetzen und wie angekündigt Ende November beim Berliner SPD-Parteitag für den Landesvorsitz kandidieren. Die Universität äußerte sich nach dem Schritt zunächst nicht zu ihrem weiteren Vorgehen.

Giffey soll Berliner SPD führen

Am Mittwoch bekräftigte die Universität nun, aus den vorliegenden Gutachten ergebe sich, "dass eine Rüge allenfalls in einem minderschweren Fall zulässig sei". Ein solcher sei jedoch "im Schlussbericht des Prüfungsgremiums für die Dissertation nicht dargetan worden". Daher sei "eine erneute Prüfung durchzuführen". Auf deren Grundlage könne eine neue Entscheidung gefällt werden.

Giffey soll beim Landesparteitag der Berliner SPD vom 27. bis zum 29. November zur neuen Vorsitzenden und damit zur Nachfolgerin des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller in dem Parteiamt gewählt werden. Es wird erwartet, dass sie auch Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl im Herbst 2021 wird.

Opposition fordert Giffeys Rücktritt

Im Zusammenhang mit ihrem Titelverzicht hatte Giffey erklärt, sie sei nicht bereit, das neue Prüfverfahren zum Gegenstand politischer Auseinandersetzung zu machen. Im August vergangenen Jahres hatte sie angekündigt, ihr Ministeramt im Fall einer Aberkennung des Doktortitels niederzulegen. Parteifreunde stellten sich hinter Giffey während Politiker der Opposition und der CSU ihr den Rücktritt nahelegten.

"In der Causa Giffey ist im Interesse der Integrität unseres Wissenschaftssystems eine abschließende Überprüfung und Bewertung unerlässlich", sagte die Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Bildung, Forschung und Innovation, Karin Prien.

Familienministerin Franziska Giffey während einer Rede im Bundestag.

Streit um Doktortitel -
Politiker legen Giffey Rücktritt nahe
 

Obwohl Familienministerin Giffey auf ihren Doktortitel verzichtet, legen ihr mehrere Politiker den Rücktritt nahe. Wenn sie geschummelt habe, sei dies der folgerichtige Schritt.

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