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TU Darmstadt - Giftanschlag: Noch keine Hinweise auf Motiv

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Nachdem am Montag sechs Menschen mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus behandelt werden mussten, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Verdacht: versuchter Mord.

Weiträumig abgesperrt ist das Areal um das Gebäude L201 auf dem Campus der Technischen Universität am 23.08.2021.
Mindestens sieben Menschen zeigten am Montag Vergiftungserscheinungen an der TU Darmstadt.
Quelle: dpa

Nach dem mutmaßlichen Giftanschlag auf einem Campus der Technischen Universität (TU) in Darmstadt haben die Ermittler noch keine Hinweise auf mögliche Täter oder Motive.

Das Erste ist jetzt, Zeugen zu vernehmen.
Sprecher der Staatsanwaltschaft

Es gebe bislang weder ein Bekennerschreiben noch einen Erpressungsversuch. Man ermittele in alle Richtungen und arbeite eng mit der TU zusammen. Eine 40-köpfige Sonderkommission geht dem Verdacht des versuchten Mordes nach.

Alle Betroffenen aus Krankenhaus entlassen

Sieben Menschen hatten am Montag Vergiftungserscheinungen aufgewiesen. Ein 30 Jahre alter Student befand sich zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Nach Angaben der Ermittler waren mehrere Milchpackungen und Wasserbehälter mit einem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt worden.

Alle Opfer müssen indes nicht mehr im Krankenhaus behandelt werden.

Nach unserer Kenntnis sind alle aus der Klinik raus.
Sprecher TU-Darmstadt

Die Mordkommission will möglichst rasch den oder die Verursacher finden.

An der Technischen Universität Darmstadt sind bei einem mutmaßlichen Giftanschlag sieben Menschen zu Schaden kommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

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Keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen am Campus

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kann die Kommission je nach Stand der Ermittlungen noch aufgestockt werden. Geprüft wird derzeit auch, wer möglicherweise am Wochenende Zugang zum Gebäude L201 auf dem Campus hatte.

An dem Gebäude gibt es noch eine ältere Schließanlage. Es werde nicht erfasst, wer wann kommt oder geht, sagte der TU-Sprecher. Wie viele Menschen dort arbeiten, konnte er nicht sagen. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gebe es auf dem Campus nach dem mutmaßlichen Anschlag nicht. Es gebe aber den dringenden Appell, dort unbeaufsichtigt aufbewahrte Lebensmittel nicht zu verzehren.

An der TU Darmstadt haben mehrere Menschen Vergiftungserscheinungen gezeigt. Nun haben die Ermittler in Getränkebehältern einen gesundheitsschädlichen Stoff gefunden.

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Keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden

Welche Substanz zu den Vergiftungserscheinungen führte, sagen die Ermittler weiter nicht. Hierbei handelt es sich den Angaben nach um Täterwissen. Bei der weiteren Suche in Gebäuden auf dem Campus, auf dem unter anderem Maschinenbauer, Bau-Ingenieure und Naturwissenschaftler ausgebildet werden, wurden aber keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden.

Als Reaktion auf die Vergiftungserscheinungen bei mindestens sieben Menschen war am Montag ein Großaufgebot von Einsatzkräften am Gebäude L201 des Campus aktiv. Sechs Menschen mussten mit Symptomen wie Unwohlsein und Verfärbungen in Kliniken gebracht worden.

TU Darmstadt - Fahnder sehen Mordversuch nach Gift-Anschlag 

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