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"Kapitel Endlager geschlossen" - Bergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt

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Das Bergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt. Jahrelang hatte es Proteste gegen ein mögliches Atommüll-Endlager gegeben. Letztes Jahr war es als Standort ausgeschlossen worden.

Das Bundesumweltministerium hat beschlossen das Bergwerk in Gorleben zu schließen. Der Salzstock wurde bereits vor einem Jahr als Standort für ein Atomendlager ausgeschlossen.

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Das über Jahrzehnte als Endlager für Atommüll erforschte Salzbergwerk in Gorleben soll offiziell geschlossen werden. Das Bundesumweltministerium teilte mit, die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) werde mit der Stilllegung beauftragt. Die Salzhalde solle dabei wieder unter Tage gebracht werden.

Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen.
Jochen Flasbarth, Umweltstaatssekretär

Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte: "Ab heute gibt es keine Hintertür mehr." Das Thema Endlager Gorleben sei endgültig beendet.

Salzstock geologisch nicht geeignet

Im Herbst 2020 hatte die BGE mitgeteilt, dass große Teile Deutschlands für ein Atomendlager nach geologischen Kriterien grundsätzlich geeignet sind - nicht aber der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben. Als Grund wurden nicht ausräumbare Zweifel an der geologischen Eignung genannt. Dieser Einschätzung folgte der Bund nun mit seiner Entscheidung.

Das Bergwerk im niedersächsischen Wendland war trotz heftiger Proteste jahrzehntelang als mögliches künftiges Endlager für deutschen hochradioaktiven Atommüll betrachtet und entsprechend erforscht worden.

Anti-Atom-Organisation: Wohin mit 113 Castoren nach 2034?

Der Sprecher der Anti-Atom-Organisation ".ausgestrahlt", Jochen Stay, kritisierte, die Entscheidung sei zwar begrüßenswert, reiche aber nicht aus: "Nötig ist auch ein Umgang mit den Problemen der Zwischenlager-Halle in Gorleben, die neben dem Bergwerk errichtet wurde und in der 113 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aufbewahrt werden."

Die Lagerung dort sei nur bis zum Jahr 2034 genehmigt: "Bislang ist völlig ungelöst, was mit den Castor-Behältern danach passiert."

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