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Die Menschheit wächst nach wie vor

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Tag der Weltbevölkerung - Die Menschheit wächst nach wie vor

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Etwa 80 Millionen Menschen werden pro Jahr, 157 Menschen pro Minute geboren. Immerhin: der Zeitraum bis zur nächsten Milliarde bleibt mittlerweile stabil.

Blick auf Schanghai
In Shangahai, der größten Stadft Chinas, leben 24 Millionen Menschen.
Quelle: imago

Laut Weltbevölkerungsuhr der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung lebten am 1. Juli 2020 7.796.147.600 Menschen mehr oder weniger eng zusammen auf einer Fläche von 149.428.500 Quadratkilometern. Und es werden mehr. Etwa 80 Millionen Menschen werden pro Jahr geboren. Zum Vergleich: Deutschland hat 83 Millionen Einwohner.


2019 wurden 154 Millionen Menschen geboren, 60 Millionen Menschen starben, zählte Countrymeters in der Statistik für aktuelle Bevölkerung der Welt. Laut Prognosen der Vereinten Nationen (UN) wird 2023 bereits der nächste Meilenstein erreicht. Der jährliche Zuwachs hat sich auf rund 80 Millionen eingependelt, der Zeitraum bis zur jeweils nächsten Milliarde liegt seit 1987 stabil bei zwölf Jahren.

Ab dem 18. Jahrhundert, getrieben durch die industrielle Revolution, setzte ein rasantes Bevölkerungswachstum ein. Bis 1804 wuchs die Zahl der Menschen auf eine Milliarde an. Die zeitlichen Abstände zur jeweils nächsten Milliarde wurden immer kleiner. Innerhalb von knapp zwei Jahrhunderten hat sich die Bevölkerungszahl beinahe verachtfacht.

Die Verteilung der Weltbevölkerung ist ungleich: Mehr als die Hälfte lebt in den Schwellenländern China mit 1.433 Millionen und Indien mit 1.366 Millionen Einwohnern. Somit ist Asien mit 59,6 Prozent der bevölkerungsreichste Kontinent der Erde, Ozeanien und Australien sind mit 42 Millionen Einwohnern die am dünnsten besiedelte Region. Größtes Industrieland ist die USA mit 329 Millionen Menschen.

Was die Zahlen herunter gerechnet auf die Größe eines Dorfes mit 100 Menschen bedeuten würde, visualisiert folgende Grafik:

Infografik: Wenn die Welt ein Dorf wäre, wären dort 1 Mensch aus Ozeanien, 5 Menschen aus Nordamerika, 8 Menschen aus Lateinamerika, 10 Menschen aus Europa, 17 Menschen aus Afrika, 59 Menschen aus Asien

Die stärksten Wachstumsraten verzeichnet Afrika: Die Fertilitätsrate liegt bei durchschnittlich 4,5 Kindern. Neben der Fertilitätsrate hängt die Bevölkerungsentwicklung wesentlich von der – als weiter steigend angenommenen – Lebenserwartung ab. In Europa beträgt die Fertilitätsrate nur 1,5 Kinder, dafür ist die Lebenserwartung relativ hoch. Dennoch wird Europa im gleichen Zeitraum von einem Rückgang der Bevölkerung bestimmt.

Bereits heute lebt mit 56 Prozent der Großteil der Bevölkerung in Städten. Laut Prognose der UN wird der Trend zur Urbanisierung in Entwicklungs- und Schwellenländern weiterhin anhalten. Bis 2050 könnte der Anteil der Stadtbewohner weltweit auf über 68 Prozent steigen, 90 Prozent des Zuwachses wird in afrikanischen und asiatischen Ländern erwartet. Bis zum Jahr 2030 wird mit mehr als 40 Megastädten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern gerechnet, also mit extrem vielen Menschen, die auf einer relativ kleinen Fläche arbeiten und leben werden.

Einfluss auf die Zahl der Weltbevölkerung

Am 11. Juli 1987 überschritt die Zahl der Menschen, die auf der Erde leben, erstmals die fünf Milliarden-Marke. Dieses Datum gilt seitdem als Jahrestag der Internationalen Weltbevölkerung, um jährlich auf die Probleme der Überbevölkerung aufmerksam zu machen.

Prognosen sind mit Unsicherheiten behaftet. Durch Migration können sich Bevölkerungszahlen der einzelnen Länder ändern und auch die Geburtenrate und Sterblichkeit können in den nächsten Jahren durch besondere Ereignisse beeinflusst werden. Klimaveränderungen, Kriege und Krankheiten, aber auch Bildung, Urbanisierung, Gleichberechtigung sind Themen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Weltbevölkerung haben werden.

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