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Notlandung bei EM - Nach Greenpeace-Aktion: Verletzte entlassen

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Beide durch die Notlandung verletzten Männer wurden inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Die Polizei mahnt an, zu spät über die Greenpeace-Aktion informiert worden zu sein.

Ein Greenpeace-Aktivist landet im Münchener Stadion. Archiv
Ein Greenpeace-Aktivist hatte bei seiner Gleitschirm-Notlandung im Münchener Stadion zwei Menschen leicht verletzt.
Quelle: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Nach der riskanten Protestaktion von Greenpeace vor dem ersten EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalelf sind inzwischen beide dabei verletzten Männer wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Polizeipräsidium München mit.

Greenpeace will Konsequenzen ziehen

Die Umweltorganisation hat zudem angekündigt, Konsequenzen zu ziehen. "Eine erste Konsequenz ist, dass Aktivisten und Aktivistinnen keine gefährlichen Flugdemonstrationen über Menschenansammlungen mehr durchführen", sagte Greenpeace-Sprecher Gregor Kessler am Freitag.

Missglückte Protestaktion in Münchner Arena

Ein 38 Jahre alter Mann aus Pforzheim in Baden-Württemberg war kurz vor dem Anpfiff des Spiels zwischen Deutschland und Frankreich (0:1) am Dienstagabend auf dem Platz der Münchner Arena notgelandet. Beim Landeanflug waren zwei 36 und 42 Jahre alte Männer am Kopf verletzt worden.

Im ZDF-Morgenmagazin bat Greenpeace-Sprecherin Marion Tiemann um Entschuldigung.

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Unterschiedliche Informationen zu Hinweisen auf die Aktion

Die Polizei bestätigte außerdem, dass es einen Hinweis der Umweltorganisation auf die Aktion gegeben habe - allerdings erst, als der Pilot schon im Landeanflug gewesen sei.

Ein Greenpeace-Sprecher hatte am Tag nach der Protestaktion angegeben, Polizeibeamten innerhalb und außerhalb des Stadions sei Bescheid gegeben worden. Ein Münchner Polizeisprecher hatte dies zunächst nicht bestätigt und gesagt, darüber habe seine Behörde keine Informationen.

Für die missglückte Protestaktion hagelte es Kritik.

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Laut Polizei erfolgte Hinweis etwa zeitgleich mit Landung

"Wie inzwischen anhand erfolgter Mitteilungen von Einsatzkräften des 15.06.2021 nachvollzogen werden konnte, erging nahezu zeitgleich zum eigentlichen Ereignis von einer Person ein Hinweis auf die Aktion", hieß es in der Polizeimitteilung vom Freitag nun.

Noch bevor diese Information über Funk weiter übermittelt werden konnte, erfolgte bereits die Landung des Piloten im Fußballstadion.
Polizeimitteilung

Herrmann: Scharfschützen hatten Piloten schon im Visier

Bei der Aktion hatten nicht nur die verletzten Männern, sondern wohl auch der Pilot selbst großes Glück. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Mittwoch gesagt:

Wenn die Polizei zur Einschätzung gelangt wäre, dass es sich um einen Terroranschlag handelt, hätte er das mit dem Leben bezahlen müssen.

"Die eingesetzten Scharfschützen hatten ihn bereits im Visier."

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