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Greta Thunberg zu Klimazielen - "Wir müssen erkennen, was getan werden muss"

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Greta Thunberg hält nicht viel von fernen Klimazielen, sie fordert ein Handeln - sofort. Was Deutschland leisten müsse und welche Hoffnung sie in Joe Biden setzt.

Archiv: Greta Thunberg
Klimaaktivistin Greta Thunberg kritisiert vage und entfernte Klimaziele.
Quelle: AP

Klimaaktivistin Greta Thunberg redet Deutschland und anderen wohlhabenden Ländern ins Gewissen. Ihrer Meinung nach brauche es in der Klimakrise dringend "ein Erwachen".

"Unser Teil der Welt hat sich im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, die Richtung vorzugeben", sagte die junge Schwedin in einem dpa-Interview.

Für das Funktionieren des Abkommens sei entscheidend, dass reichere Länder vorangehen und die ersten Schritte machten. "Es ist einfach logisch und angemessen, dass diejenigen den Weg weisen, die die meisten Ressourcen und die besten Möglichkeiten dazu haben."

Wir leben nicht nachhaltig, wir denken nicht langfristig.
Greta Thunberg, Klimaaktivistin

Thunberg: Wenn CO2-Budget verbraucht, nützen Ziele nichts

Zugleich mahnte Thunberg an, die drohende Klimakatastrophe nicht mit fernen Zielsetzungen in die Zukunft aufzuschieben. "Wir müssen aufhören, uns auf diese vagen, entfernten und höchst hypothetischen Ziele zu fokussieren und uns stattdessen damit abfinden, dass wir uns jetzt ändern müssen", sagte die 18-Jährige.

Immer mehr Naturkatastrophen werden weltweit durch den Klimawandel verursacht. Dieses Ergebnis präsentierte der Münchner Rückversicherer Munich Re in seinem Jahresbericht.

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Im Augenblick brauche die Menschheit die verbliebenen CO2-Budgets auf - und wenn die verbraucht seien, nützten auch Klimaziele für 2030 oder 2050 nichts mehr.

Thunbergs Kritik an Klimazielen

Thunberg sieht die Ziele, die sich die EU im Dezember auferlegt hat, nämlich für 2030 den CO2-Ausstoß auf mindestens 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu verringern, kritisch.

Sie moniert, dass sich die EU auf Vergleichswerte aus dem Jahr 1990 und nicht 2010 beziehe und zudem nicht alle Emissionen miteinrechne - und dass der Fokus eher auf fernen Zielsetzungen als auf sofortigem Handeln liege. "Man muss einsehen, wo wir jetzt stehen. Und wir müssen erkennen, was getan werden muss."

Bei der UN-Klimakonferenz vor fünf Jahren lag sich die Welt in den Armen: 197 Staaten, ein Ziel: Die Erderwärmung senken. Und nun?

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Hoffnung auf gewählten US-Präsidenten Joe Biden

Der Wechsel im Weißen Haus könnte sicherlich einen großen Schritt vorwärts bedeuten, sagte die Aktivistin. Ob Joe Biden der richtige Mann für eine große Wende sei, müsse sich aber erst zeigen.

"Wir müssen abwarten und schauen. Ich denke, die Zeit wird es zeigen. Es lastet etwas Druck auf ihm, gelinde gesagt," sagte Thunberg.

Thunberg hofft auch darauf, dass das Bewusstsein für die Dringlichkeit der Klimakrise in der Weltbevölkerung wächst. Die drohende Klimakatastrophe sei - neben der Coronavirus-Pandemie - nur eine von unzähligen Krisen der Menschheit.

"Die Klimakrise ist nur ein Symptom einer größeren Nachhaltigkeitskrise", sagte Thunberg. Andere Symptome seien etwa der Verlust von Artenvielfalt und Ökosystemen sowie die Versauerung der Ozeane. "Das sind keine separaten Krisen. All das ist eine große Krise."

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