Sie sind hier:

Grimme-Preise 2021 - Von Pufpaff bis maiLab: Corona überall

Datum:

Die Grimme-Jury hat entschieden: 14 von 16 Auszeichnungen gehen in diesem Jahr an öffentlich-rechtliche Sender. Die Jury spricht von einem "bemerkenswerten Preisjahr".

MaiLab: Mai Thi Nguyen-Kim
Ausgezeichnet: Mai Thi Nguyen-Kim
Quelle: Funk

Bei den diesjährigen Grimme-Preisen für gutes Fernsehen haben die öffentlich-rechtlichen Sender klar dominiert. 14 der 16 begehrten Preise gingen an Produktionen oder Akteure von ARD-Anstalten und des ZDF. Im vergangenen Jahr hatten die Privaten noch fünf von 16 Preisen erhalten.

Das Institut sprach in einer Mitteilung von einem "bemerkenswerten Preisjahr". Es habe gezeigt, was das Fernsehen der Gegenwart leisten könne, erklärte Grimme-Direktorin Frauke Gerlach.

Die Formate, der Einsatz audiovisueller Techniken und die Bandbreite der Dramaturgien sind vielschichtig, aktuell und variationsreich. Bekannte Stereotype werden an vielen Stellen aufgebrochen, gewohnte Pfade verlassen und Bewährtes weiterentwickelt.
Frauke Gerlach

Die Preise sollen am 27. August verliehen werden.

Fünf Auszeichnungen für die ZDF-Familie

Die ZDF-Familie wurde mit insgesamt fünf Preisen ausgezeichnet. So wird unter anderem die Instant-Fiction-Serie "Drinnen - Im Internet sind alle gleich" von Philipp Käßbohrer und Lutz Heineking mit dem Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" ausgezeichnet.

Eine junge Mutter (Lavinia Wilson) will ihr Leben umkrempeln, und zwar so richtig. Doch plötzlich kommt die Pandemie und alles wird anders.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Der Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion" geht außerdem an das Krimidrama "Wir wären andere Menschen" von Friedrich Ani und Ina Jung nach der Erzählung "Rupert" von Friedrich Ani. In dem Film von Jan Bonny spielt Matthias Brandt einen Fahrlehrer, der als Kind schwer traumatisiert wurde und nun auf Rache sinnt.

In der Kategorie "Info & Kultur" gewinnt für ZDF/3sat der Dokumentarfilm "Der Ast, auf dem ich sitze - Ein Steuerparadies in der Schweiz" von Luzia Schmid. Eine Erzählung über Steuerflucht und ihre Auswirkungen und ein persönlicher Wirtschaftsfilm auch für Menschen, die normalerweise den Wirtschaftsteil der Zeitungen überblättern.

Der Grimme-Preis in der Kategorie "Unterhaltung" geht an Sebastian Pufpaff für das siebenminütige Quasi-Alone-Stand-Up "Sebastian Pufpaff: Noch nicht Schicht!", mit dem sich der Kabarettist seit dem ersten Shutdown mit seiner satirisch-optimistischen Aufarbeitung des Tagesgeschehens aus dem Homeoffice meldet.

Zurück ins Homeoffice mit dem Lockdown Light.

Beitragslänge:
7 min
Datum:

In der Kategorie "Kinder & Jugend" konnte Schauspielerin Mina-Giselle Rüffer punkten. Sie wurde für ihre herausragende Darstellung der "Nora" in der fünften Staffel der Webserie "DRUCK" mit einem Grimme-Preis Spezial ausgezeichnet. "DRUCK" sei eines der bemerkenswertesten Jugend-TV-Phänomene der vergangenen Jahre.

Mit Mina-Giselle Rüffer hat "DRUCK" die perfekte Besetzung gefunden. Sie schöpft die Potenziale ihrer komplexen Rolle vollumfänglich aus.
Begründung der Grimme-Jury

Auszeichnungen für "Loveparade" und Carolin Kebekus

Auch der ARD kommen mehrere Preise zu. In der Kategorie "Information & Kultur" wurde etwa der Dokumentarfilm "Loveparade - Die Verhandlung" (WDR/Arte) ausgezeichnet. Es handele sich um eine herausragend gelungene Dokumentation der schwierigen juristischen Aufarbeitung der tödlichen Massenpanik in Duisburg 2010.

Bei den "Produktionen für Kinder & Jugendliche" konnte sich unter anderem der Kurzfilm "Masel Tov Cocktail" (SWR/Arte) über Antisemitismus in Deutschland durchsetzen. In der Kategorie "Unterhaltung" bekam unter anderem "Die Carolin Kebekus Show" (WDR) eine der begehrten Auszeichnungen.

Zwei Produktionen von Privatsendern ausgezeichnet

Als die beiden einzigen Produktionen privater Sender wurden "15 Minuten Joko & Klaas - Männerwelten" (ProSieben) und "Unorthodox" (Netflix) ausgezeichnet. In dem Vierteiler "Unorthodox" geht es um den Ausbruch einer Jüdin aus traditionellen Zwängen.

Die "Besondere Ehrung" des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) als Grimme-Sonderpreis geht 2021 an die Tagesthemen-Journalistin Caren Miosga für ihre Art und Weise, Nachrichten zu vermitteln.

Die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim hat den Grimme-Preis für "Besondere Journalistische Leistung" erhalten. Die Jury lobt ihre "wissenschaftlich hochkompetente als auch breitenwirksame Informationsvermittlung zum Thema Corona", unter anderem in ihrem funk-Format "maiLab".

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.