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Tochter von Harry und Meghan - "Lilibet" - ein Name als Friedensangebot?

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US-Exil und Rassismusvorwürfe: Das Verhältnis von Harry und Meghan mit der Königsfamilie ist angeschlagen. Glättet der Name Lilibet ihrer neugeborenen Tochter nun die Wogen?

Queen Elizabeth II gemeinsam mit Herzogin Meghan und Prinz Harry in London (Archiv 2018)
Seit ihrem Rückzug aus der ersten Reihe der britischen Monarchie leben Herzogin Meghan und Prinz Harry in Kalifornien (Archivbild).
Quelle: AP

Kann ein Name dazu beitragen, den Familienfrieden wiederherzustellen? Geradezu als zerrüttet galt zuletzt das Verhältnis von Harry und seiner Ehefrau Meghan mit den anderen Angehörigen der Royal Family. Zuerst Rassismusvorwürfe im TV-Interview, dann scharfe Kritik am Erziehungsstil von Thronfolger Prinz Charles - und indirekt auch an dessen Mutter, der Queen selbst. Die Stimmung zwischen Schloss Windsor und dem Paar im selbst gewählten US-Exil war auf dem Tiefpunkt.

Doch nun wittern britische Medien Besserung: Der Name Lilibet - nach dem Spitznamen von Königin Elizabeth II. - für ihre neugeborene Tochter könne als Friedensangebot von Harry und Meghan an den Palast gesehen werden, kommentierte der "Mirror" am Montag. Das Paar hatte in seiner Geburtsankündigung deutlich gemacht, dass die Queen beim Namen Patin gestanden habe:

Lili wurde nach ihrer Urgroßmutter, Ihrer Majestät, der Queen, benannt, deren Spitzname in der Familie Lilibet ist.
Mitteilung von Harry und Meghan

Sie wird 95 und führt die Monarchie bis heute durch jede Krise: Queen Elizabeth II. Auch jetzt ist sie gefordert, da die Corona-Pandemie und royale Turbulenzen das Land strapazieren.

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43 min
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Experten uneinig: "Entzückend" bis "unhöflich"

Doch Experten sind hin- und hergerissen. "Wie entzückend" der Name doch sei, schrieb Buchautorin Ingrid Seward in der "Sun". Doch sie ergänzte sofort:

Aber auch wie seltsam, dass sie sich entschieden haben, einen so intimen königlichen Spitznamen für ihre Tochter zu verwenden, wo sie doch vorgeben, sich aus dem königlichen Leben entfernen zu wollen.
Buchautorin Ingrid Seward

Den Anekdoten zufolge hat sich Elizabeth als Kleinkind selbst so genannt, später nutzten ihn auch ihre Schwester Margaret sowie ihr Mann, der kürzlich gestorbene Prinz Philip. Zwar sei der Spitzname allgemein bekannt, doch letztlich sehr persönlich, so Seward. Die Queen sei sicherlich "erfreut und ein wenig irritiert" über die Wahl.

Deutlich kritischer zeigte sich die Journalistin Angela Levin, die mit Harry mehrere Interviews geführt hatte. "Es ist nicht richtig, es ist unhöflich", sagte sie im Sender ITV.

Es war ein sehr privater Spitzname, den ihr Mann nutzte, der noch nicht lange tot ist.
Journalistin Angela Levin

Glückwünsche erst 90 Minuten nach der Geburt

Anders als bei der Ankündigung von Meghans zweiter Schwangerschaft oder dem spektakulären TV-Interview des Paares soll der Palast vorab von der am Sonntag verkündeten Geburt informiert worden sein - und auch von der Namensnennung. Die "Daily Mail" wies darauf hin, dass es dennoch mehr als 90 Minuten dauerte, bevor öffentliche Glückwünsche folgten. Dies zeige, dass die Kluft noch groß sei.

Weniger Aufsehen löste derweil der zweite Vorname des am Freitag geborenen Kindes aus: Diana, nach Harrys 1997 tödlich verunglückter Mutter. So oft, wie der Prinz in den vergangenen Monaten seine Mutter erwähnt hatte, war die Namenswahl für Beobachter keine Überraschung. Adelsexperten wiesen eher darauf hin, dass Meghans Familie damit unerwähnt blieb.

Sie war der Superstar der Windsors – und eine Herausforderung für die britische Monarchie: Ein schmutziger Scheidungskrieg und ihr Unfalltod stürzten das Königshaus in eine schwere Krise.

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Das Baby ist das elfte Urgroßkind der Queen - aber das erste, das außerhalb Großbritanniens zur Welt kam. Bissig rechnete die "Daily Mail" vor, dass Geburten in der kalifornischen Privatklinik Santa Barbara Cottage Hospital "bis zu 20.000 Pfund" (23.250 Euro) kosteten.

Lilibet auf Rang acht der Thronfolge

Lilibet steigt auf Rang acht der Thronfolge ein. Wie ihr älterer Bruder Archie (2) trägt sie keinen königlichen Titel. Sie wird erst zu einer Prinzessin, wenn die Queen gestorben und Großvater Prinz Charles König geworden ist. Denn diese Titel sind erst den Enkeln von amtierenden Monarchen gestattet.

Und auch ihren Namen - so überraschend er sein mag - hat die Kleine nicht exklusiv: Auch ihre Cousine, die sechsjährige Tochter von Harrys Bruder Prinz William und dessen Frau Herzogin Kate ist nach Urgroßmutter und Großmutter benannt: Charlotte Elizabeth Diana.

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