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Nach Erdbeben in Haiti - Mehr als 700 Tote und Hunderte Verletzte

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Einen Tag nach dem schweren Erdbeben im Süden Haitis ist die Zahl der Todesopfer auf über 700 gestiegen. Hunderte Menschen werden vermisst. Nun droht auch noch Tropensturm "Grace".

Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist die Zahl der Todesopfer auf über 700 gestiegen. Hunderte werden noch vermisst. Der Tropensturm Grace könnte am Montag auf die Region treffen und die Not noch vergrößern.

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Die Zahl der Toten nach dem heftigen Erdbeben in Haiti am Samstag ist auf mindestens 724 gestiegen. Das teilte der Direktor der Zivilschutzbehörde des Landes, Jerry Chandler, am Sonntag mit. Hunderte weitere Menschen werden noch vermisst, mehr als 2.800 Menschen wurden bei dem Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstag verletzt.

Die Erschütterungen richteten schwere Schäden an. Unzählige Gebäude stürzten ein, darunter ein mehrstöckiges Hotel in der Stadt Les Cayes.

Tropensturm "Grace" droht

Unterdessen rückt der Tropensturm "Grace" auf den bitterarmen Karibikstaat zu, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mitteilte. Heftige Winde und starker Regen könnten Haiti treffen, die Situation in dem vom Erdbeben betroffenen Gebiet verschlimmern und Rettungsmaßnahmen behindern.

Die Ereignisse wecken Erinnerungen an das verheerende Erdbeben im Jahr 2010: Damals waren mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 300.000 wurden verletzt, über eine Million Menschen verloren ihr Zuhause.

Dramatische Berichte von Augenzeugen

Abiade Lozama, Leiter der Episkopalkirche in der besonders betroffenen Stadt Les Cayes, sagt der "New York Times":

Die Straßen sind erfüllt von Schreien. Die Menschen sind auf der Suche nach Angehörigen, Ressourcen, medizinischer Hilfe, Wasser.
Abiade Lozama, Leiter der Episkopalkirche in Les Cayes

Es werde Tage dauern, die genauen Schäden zu beurteilen, sagte die Leiterin der Kinderhilfsorganisation "Save the Children" in Haiti, Leila Bourahla, dem Blatt und fügte hinzu: 

Es ist klar, dass es sich um eine massive humanitäre Notlage handelt.
Leila Bourahla, Leiterin "Save the Children" in Haiti

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) schickte ein Expertenteam. Such- und Rettungsarbeiten des Internationalen Roten Kreuzes konzentrierten sich auf die Gegend um die besonders betroffenen Städte Jérémie und Les Cayes. Die Organisation sandte ebenfalls Notfallspezialisten.

Interims-Premier ruft Notstand aus

Interims-Premierminister Ariel Henry besuchte nach eigenen Angaben das Department Grand' Anse und überflog Les Cayes, um sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen. Er rief einen einmonatigen Notstand aus.

Unter anderem die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Kolumbien, Argentinien, Chile, Mexiko, Kanada und die USA boten Hilfe an.

Haiti ist einer der ärmsten Staaten der Karibik:

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Haiti - immer wieder von Beben erschüttert

Haiti wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. "Das Land liegt am Rande einer großen tektonischen Platte, der Karibischen Platte", sagte Marco Bohnhoff vom Geoforschungszentrum Potsdam der Deutschen Presse-Agentur. "Das Problem ist, dass das Beben fast bis an die Oberfläche gereicht hat", sagt er. Im Mittel versetzte das Erdbeben die Karibische Platte um etwa 1,5 Meter - "hauptsächlich zur Seite, aber mit einer vertikalen Komponente".

Gewaltige Kräfte der Erde noch immer wenig vorhersehbar

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Die durch Erdbeben angerichteten Schäden hängen auch von der Bevölkerungsdichte ab. Das Zentrum des ähnlich starken, verheerenden Erdbebens von 2010 lag unter der Hauptstadt Port-au-Prince - einem Ballungsraum mit mehr als zwei Millionen Einwohnern. Beim aktuellen Beben ist als große Stadt Les Cayes mit schätzungsweise rund 90.000 Einwohnern in etwa 35 Kilometern Entfernung zum Epizentrum betroffen.

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