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Erdbeben der Stärke 7,2 - Haiti: Zahl der Toten übersteigt 1.400

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Nach dem schweren Erdbeben auf Haiti steigt die Zahl der Todesopfer laut Zivilschutz auf 1.419. Die Zahl der verletzten Menschen stieg demnach auf knapp 7.000.

Bei dem Erdbeben auf Haiti sind mehr als 1400 Menschen ums Leben gekommen. Die Überlebenden wurden nun vom Tropensturm "Grace" getroffen, der Regen erschwert Rettungen.

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Die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben auf Haiti steigt weiter stark an - heftige Regenfälle und Sturm drohen außerdem, die verzweifelte Suche nach Überlebenden zu erschweren. 1.419 Tote und mehr als 6.900 Verletzte meldete der Zivilschutz des Landes am Montag (Ortszeit).

Rettungs- und Hilfseinsätze, auch aus dem Ausland, liefen inzwischen an. Viele Menschen wurden noch unter den Trümmern der zahlreichen eingestürzten Gebäude in der betroffenen Region vermutet.

Die Krankenhäuser in der besonders betroffenen Stadt Les Cayes seien überfüllt. Alle die nicht schwer verletzt seien, müssten warten, bis sie außerhalb des Hospitals behandelt werden könnten. Kliniken hätten Patienten nach dem Beben ins Freie oder in Zelte verlegen müssen; dort seien sie kaum geschützt vor den erwarteten schweren Regenfällen, hieß es.

Gefahr durch Tropensturm "Grace"

Die Situtation wird durch einen herannahenden Tropensturm weiter erschwert. Am Montagabend (Ortszeit) gab es bereits starke Regenfälle im Erdbebengebiet auf der Tiburon-Halbinsel um die Städte Les Cayes und Jérémie.

Das für die Regenfälle verantwortliche Tiefdruckgebiet "Grace" sei mittlerweile wieder zu einem Tropensturm erstarkt, teilte das US-Hurrikanzentrum in seinem Lagebericht vom Dienstagmorgen (Ortszeit) mit. "Grace" erreiche Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Kilometern pro Stunde, in den Böen teils höher, hieß es.

Nach dem schweren Erdbeben in Haiti wird das Land nun von starken Regenfällen heimgesucht. Im drohenden Falle von Überschwemmungen wäre die Suche nach Verschütteten aussichtslos.

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Dreitägige Staatstrauer angeordnet

Interims-Premierminister Ariel Henry kündigte bei Twitter schnellere Arbeit an. "Wir werden unsere Energien verzehnfachen, um die größtmögliche Zahl von Opfern zu erreichen und ihnen zu helfen", schrieb er. Henry ordnete auch drei Tage Staatstrauer in dem leidgeplagten Land an.

Sorgen bereitete außerdem, dass durch Bandengewalt die Fernstraße, die die Hauptstadt Port-au-Prince mit Haitis Süden verbindet, häufig unpassierbar wird - das könnte die Lieferung von Hilfsgütern erschweren.

EU kündigt Hilfe an

Die EU-Kommission hat angekündigt, Haiti nach dem verheerenden Erdbeben mit zunächst drei Millionen Euro zu unterstützen. Das Geld solle etwa für medizinische Versorgung vor Ort, für Wasser-, Abwasser- und Hygienedienste sowie für Unterkünfte und Schutzmaßnahmen für die am stärksten betroffenen und benachteiligten Gemeinschaften eingesetzt werden, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit.

Haiti ist eine Insel, die im Atlantischen Ozean der liegt
Saint-Louis-du-Sud liegt im Südwesten des Landes.
Quelle: ZDF

Erdbeben mit Stärke 7,2

Das Beben, dessen Stärke die US-Behörde USGS mit 7,2 angab, hatte sich am Samstagmorgen rund zwölf Kilometer von der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet.

2010 starben 222.000 Menschen bei Erdbeben

Teile des armen Karibikstaats waren bereits im Jahr 2010 von einem schweren Erdbeben verwüstet worden. Im Zentrum des Bebens lag damals Haitis dicht besiedelte Hauptstadt Port-au-Prince. 222.000 Menschen starben, mehr als 300.000 wurden verletzt. Mehr als eine Million Menschen verloren ihr Zuhause.

Slum am Rande von Port-au-Prince am 09.01.2020

10 Jahre nach dem Erdbeben - Warum Haiti zu den ärmsten Ländern der Welt gehört 

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