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Erdbeben in Haiti - Zahl der Todesopfer steigt auf mehr als 300

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Elf Jahre nach dem letzten schweren Erdbeben hat es wieder starke Erdstöße in Haiti gegeben. Bei dem Beben der Stärke 7,2 starben mehr als 300 Menschen, über 1.800 wurden verletzt.

Im Süden Haitits sind bei einem schweren Erdbeben mit der Stärke 7,2 mindestens 304 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere werden vermisst oder sind verletzt

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Bei dem heftigen Erdbeben in Haiti am Samstag sind mindestens 304 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere seien verletzt und vermisst, teilte die Zivilschutzbehörde des Landes mit. Die Rede war am Abend von über 1.800 Verletzten. Der Direktor der Behörde, Jerry Chandler, sagte der Nachrichtenagentur AP, einige Orte seien komplett dem Erdboden gleichgemacht worden, Krankenhäuser könnten die vielen Verwundeten gar nicht mehr aufnehmen, vor allem in der Küstenstadt Les Cayes.

Das Wichtigste ist jetzt, so viele Überlebende wie möglich aus den Trümmern zu ziehen.
Jerry Chandler, Chef der Zivilschutzbehörde

Chandler sagte, die Not sei gewaltig. Das Internationale Rote Kreuz sei bereits im Einsatz, um für die Verwundeten zu sorgen.

Mehrere Staaten bieten Unterstützung an

Such- und Rettungsmannschaften sollen in den betroffenen Gegenden nach weiteren Opfern und Überlebenden suchen. Man brauche aber auch Essen, Notunterkünfte und psychologische Betreuung. Mehrere Staaten boten Haiti Unterstützung an.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erschütterte der Erdstoß der Stärke 7,2 am Samstagmorgen (Ortszeit) das Land, das Epizentrum lag demnach rund 160 Kilometer südwestlich der dicht besiedelten Hauptstadt Port-au-Prince.

Regierung ordnet Ausnahmezustand an

Regierungschef Henry ordnete einen einmonatigen Ausnahmezustand an. Er rief die Bevölkerung auf, nicht in Panik zu verfallen und sich mit den Opfern solidarisch zu zeigen. Henry kündigte an, in den kommenden Stunden die am schwersten betroffenen Orte zu besuchen und sich dort selbst ein Bild von der Lage zu verschaffen.

Die USA sagten Haiti sofortige Hilfe zu. Ein US-Regierungsbeamter erklärte, Präsident Joe Biden habe diese bereits genehmigt. Zur Koordinierung der Hilfen sei Usaid-Chefin Samantha Power berufen worden.

Erinnerung an verheerendes Erdbeben 2010

In Haiti wurden sofort Erinnerungen an das verheerende Erdbeben vom Januar 2010 wach. Das Beben der Stärke 7,0 hatte damals die Hauptstadt sowie mehrere Provinzstädte verwüstet. Mehr als 200.000 Menschen kamen ums Leben, über 300.000 weitere wurden verletzt. Rund 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Der Schaden an Wohnhäusern und der öffentlichen Infrastruktur war verheerend.

Der Wiederaufbau kommt bis heute nur stockend voran. Darüber hinaus wird das Land regelmäßig von Hurrikans heimgesucht.

Tsunami-Warnung nach Erdbeben schnell wieder aufgehoben

Der Nationale Wetterdienst der USA (NOAA) hatte nach dem aktuellen Beben zunächst eine Tsunami-Warnung herausgegeben - diese aber kurze Zeit später wieder aufgehoben. Er riet den Menschen aber, weiterhin vorsichtig zu bleiben.

Die US-Behörde USGS rief mit Blick auf mögliche Todesopfer die Alarmstufe Rot aus: Das bedeutet, dass eine hohe Opferzahl möglich ist. Sie zog außerdem Parallelen zu dem Beben von 2010. Dieses habe sich nur rund 75 Kilometer östlich auf derselben Halbinsel ereignet.

Auch politische Krise in Haiti

Der bitterarme Karibikstaat Haiti wird immer wieder von schweren Beben heimgesucht. Zuletzt stürzte eine politische Krise das Land weiter ins Chaos. Im Juli war Haitis Präsident Jovenel Moïse ermordet worden. Er wurde in seiner Residenz von einer schwer bewaffneten Kommandotruppe überfallen und erschossen.

Schüsse, Tränengas und brennende Fahrzeuge: Trotz starker Sicherheitsvorkehrungen ist das Staatsbegräbnis von Haitis ermordetem Präsidenten Moïse von Gewalt überschattet worden.

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