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Nach Erdbeben und Sturm - Fast 2.200 Tote in Haiti - Hilfe schleppend

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Erst kam das Erdbeben, dann Sturm "Grace": In Haiti steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Nach neuen Angaben kamen 2.200 Menschen ums Leben. Die Hilfe läuft nur schleppend an.

Durch das schwere Erdbeben kamen mehr als 2200 Menschen ums Leben. Einige Ortschaften in dem Karibikstaat sind nahezu vollständig zerstört.

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Die vorläufige Zahl der Erdbeben-Todesopfer in Haiti ist noch einmal um mehr als 200 auf 2.189 gestiegen. Die Zivilschutzbehörde gab die Zahl der Menschen, die bei dem Beben der Stärke 7,2 am Samstag verletzt wurden, inzwischen mit 12.268 an. Mehr als 300 Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Die Such- und Rettungsarbeiten gingen auch am Mittwoch weiter. Die Regierung hat in den vier vom Erdbeben betroffenen Provinzen für einen Monat den Ausnahmezustand verhängt.

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Überlebende in Haiti warten verzweifelt auf Hilfe

Dringend benötigte Hilfe erreichte die betroffene Region nur schleppend. Nach örtlichen Medienberichten gab es Gegenden, in denen die Überlebenden des Bebens verzweifelt auf Unterstützung warteten. In der betroffenen Region im Südwesten des Karibikstaates fehlte es am Nötigsten.

Tropensturm "Grace", der in der Nacht zum Dienstag über Teile der südlichen Halbinsel Tiburon hinweggefegt war, hatte Rettungsarbeiten und die Verteilung von Hilfsgütern zusätzlich erschwert.

Haiti ist eine Insel, die im Atlantischen Ozean der liegt
Das Erdbeben war in der Nähe der Stadt Saint-Louis-du-Sud
Quelle: ZDF

Laut Regierung fuhren am Mittwoch mehr als zehn Lastwagen mit Hilfsgütern in das Krisengebiet. UN-Angaben zufolge war ausgehandelt worden, dass Hilfskonvois die Hauptstraße zwischen der Hauptstadt Port-au-Prince und dem Süden des Karibikstaates befahren dürfen, die von Banden kontrolliert wird. Deren Kämpfe um Territorium legen Teile von Port-au-Prince immer wieder lahm und trieben laut UN allein im Juni rund 15.000 Menschen in die Flucht.

Auch fünf Tage nach dem Erdbeben in Haiti ist die Verzweiflung der Menschen groß. Erste internationale Hilfe ist angelaufen. Doch die Schäden, die zudem Tropensturm Grace hinterlassen hat, machen es schwer, zu abgelegenen Dörfern vorzudringen.

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Aufruf zu internationaler Hilfe

Die Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Carissa Etienne, teilte mit, die Gesundheitseinrichtungen im Erdbebengebiet seien überlastet, 20 von ihnen seien durch das Beben beschädigt und vier zerstört worden. Der Bedarf an medizinischem Personal, Medizin, Ausrüstung und Patiententransport sei immens. Etienne rief die internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf.

Haitis ohnehin stark unterfinanziertes Gesundheitssystem war schon vor dem Beben aufgrund der sich zuletzt verschlimmernden Corona-Pandemie überstrapaziert gewesen.

Das Beben hatte sich am Samstagmorgen (Ortszeit) nahe der Gemeinde Saint-Louis-du-Sud in einer Tiefe von rund zehn Kilometern ereignet. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden knapp 53.000 Häuser zerstört und gut 77.000 beschädigt. Laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef waren 1,2 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Veletzte Menschen liegen auf Krankenhausbetten.

Service - Spendenaufruf für Erdbeben-Opfer in Haiti 

Nach dem Erdbeben im Karibikstaat Haiti steigt die Zahl der Toten immer weiter an

Die Not ist groß in dem Gebiet, das fünf Jahre zuvor von Hurrikan "Matthew" verwüstet worden war - mehr als 500 Meschen starben. Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 im Januar 2010 waren in Haiti, dem ärmsten Land Amerikas, mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen und mehr als eine Million Menschen obdachlos geworden. Der Wiederaufbau litt stark unter Korruption und Verschwendung.

Ein Kind schläft inmitten der Trümmer.
Ein Kind schläft inmitten der Trümmer.
Quelle: Carol Guzy/ZUMA Press Wire/dpa

Politische Krise belastet karibisches Land

Haitis ohnehin schwer unterfinanziertes Gesundheitssystem ist durch die sich zuletzt verschlimmernde Pandemie überstrapaziert. Hinzu kommt eine tiefe politische Krise, die sich nach der Ermordung des Staatspräsidenten Jovenel Moïse durch eine Kommandotruppe in seiner Residenz in der Nacht zum 7. Juli noch verschärft hat.

Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wie dramatisch schlecht die Lage in dem Karibik-Staat ist, hat die Ermordung von Präsident Moise drastisch vor Augen geführt.

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