Sie sind hier:

UN-Chef bei Hiroshima-Gedenken : Guterres: Spiel mit geladener Waffe

Datum:

Die Angst vor einem Atomkrieg ist gestiegen. Bei den Gedenkfeiern in Hiroshima warnt UN-Chef Guterres: Diese Waffen bringen keine Sicherheit, "nur Tod und Zerstörung".

In der japanischen Stadt Hiroshima wurde an den Abwurf einer US-Atombombe vor 77 Jahren im Zweiten Weltkrieg erinnert. 1945 starben bei dem Abwurf auf die Stadt 140.000 Menschen.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei der Zeremonie zum 77. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima vor der anhaltenden Gefahr durch Atomwaffen gewarnt. "Die Menschheit spielt mit einer geladenen Waffe", sagte Guterres an diesem Samstag bei einer Gedenkveranstaltung in der japanischen Stadt.

Atomwaffen garantierten keine Sicherheit, sondern "nur Tod und Zerstörung", sagte Guterres bei der Zeremonie im Friedenspark Hiroshimas.

Ein Dreivierteljahrhundert später müssen wir fragen, was wir von der Pilzwolke gelernt haben, die 1945 über dieser Stadt aufstieg.
António Guterres, UN-Generalsekretär

Furcht vor Atomkrieg durch Ukraine-Krieg gewachsen

Nach russischen Anspielungen über einen möglichen Einsatz von Nuklearwaffen seit Beginn des Angriffskriegs auf die Ukraine ist die Furcht vor der atomaren Gefahr weltweit wieder gewachsen. Krisen mit schwerwiegenden "nuklearen Untertönen" verbreiteten sich im Nahen Osten und auf der koreanischen Halbinsel rasch, sagte Guterres.

Wir sind einen Fehler, ein Missverständnis, eine Fehlkalkulation entfernt von Armageddon.
António Guterres, Uno-Generalsekretär

Russland und Belarus nicht zum Hiroshima-Gedenken eingeladen

Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, beschuldigte den russischen Präsidenten Wladimir Putin in seiner Friedenserklärung, sein eigenes Volk als Kriegsinstrument einzusetzen und "unschuldigen Zivilisten in einem anderen Land" das Leben und den Lebensunterhalt zu stehlen.

Der russische Krieg gegen die Ukraine leiste dem Gedanken nuklearer Abschreckung Vorschub, sagte er. Matsui rief die Weltgemeinschaft auf, nicht die Fehler zu wiederholen, die seine Stadt vor fast acht Jahrzehnten zerstörten.

Russland und sein Verbündeter Belarus waren in diesem Jahr nicht zu der Gedenkfeier eingeladen.

Das Video zeigt, welche Länder Atomwaffen besitzen und wie Besitz und Einsatz solcher Massenvernichtungswaffen kontrolliert werden sollen.

Beitragslänge:
6 min
Datum:

Hiroshima-Überlebende gedenken im Friedenspark

In Hiroshima wurde am Samstag an die Opfer des Atombombenabwurfs gedacht. Noch vor Sonnenaufgang versammelten sich Überlebende und ihre Verwandten im Friedensgedenkpark der Stadt und legten Blumen nieder.

Um genau 8.15 Uhr Ortszeit wurde ein stilles Gebet abgehalten. Zu dieser Uhrzeit hatte der US-Bomber "Enola Gay" am 6. August 1945 die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen.

Das war der erste Atombombeneinsatz weltweit. Dabei wurden 140.000 Menschen getötet und die Stadt zerstört. Drei Tage später warfen die USA eine zweite Atombombe über Nagasaki ab, dabei kamen weitere 70.000 Menschen ums Leben. Mit der Kapitulation Japans am 15. August endete der Zweite Weltkrieg.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.