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48,8 Grad auf Sizilien gemessen - Hitzetage in Italien gehen weiter

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Griechenland hofft nach Regenfällen auf eine Entspannung der Waldbrand-Lage. Italien muss sich hingegen auf weitere Hitzetage einstellen.

Hohe Temperaturen und schwere Waldbrände machen den Menschen am Mittelmeer weiterhin zu schaffen. Auf Sizilien wurde ein neuer Hitzerekord für ganz Europa gemessen.

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In Italien müssen sich Einwohner und Touristen in vielen Teilen des Landes auf weitere Hitzetage einstellen - nachdem auf der Insel Sizilien möglicherweise bereits ein Wärmerekord gemessen wurde. Das Gesundheitsministerium gab für Donnerstag und Freitag die höchste Hitzewellen-Stufe drei für viele italienische Städte heraus. Demnach dürfte es etwa in Bari an der südlichen Adriaküste, in der Hauptstadt Rom, Palermo und Triest sehr heiß werden.

Möglicherweise neuer Hitzerekord

Auf Sizilien zeigte am Mittwoch in der Provinz um die Stadt Syrakus eine Messstation 48,8 Grad Celsius an, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Wert könnte ein europäischer Rekordwert sein - allerdings müsste er dafür offiziell bestätigt werden. 1956 waren in Athen und der rund 30 Kilometer westlich liegenden Stadt Elefsina 48 Grad Celsius gemessen worden. Die Messung wurde erst im Jahr 1977 offiziell anerkannt. In Süditalien und auf den großen Inseln loderten zahlreiche Waldbrände.

Mehr als 500 Waldbrände haben die Feuerwehr in Italien in der Nacht zum Donnerstag in Atem gehalten. In den vergangenen zwölf Stunden hätten Feuerwehrleute zu 528 Einsätzen ausrücken müssen, teilte die Feuerwehr mit. Allein auf Sizilien rückte die Feuerwehr demnach 230 Mal aus. Mittlerweile sei die Situation auf der Insel aber "unter Kontrolle", führte die Feuerwehr aus.

Kalabrien bedroht, Toskana wird heiß

Unterdessen verschärft sich in Kalabrien die Situation. Die Zahl der Toten hat sich laut Medienberichten dort bereits auf vier erhöht, darunter zwei Rentner, die ihre Viehherde retten wollten. Die Feuerwehr meldete hundert nächtliche Einsätze. Besonders schwierig seien Löscharbeiten bei Reggio Calabria, Catanzaro und Cosenza.

Das die Hitzewelle verursachende Hoch "Lucifer" soll noch einige Tage lang anhalten. Nach den Vorhersagen soll "Lucifer" in den kommenden Tagen nordwärts ziehen und am Wochenende der Toskana und der Region Latium im Zentrum Italiens Temperaturen um die 40 Grad bringen.

Regen in Griechenland

Die Lage in den Brandgebieten in Griechenland konnte sich nach Regenfällen etwas entspannen. In Sizilien wüten weiter Feuer, dort werden Löscharbeiten durch starke Hitze erschwert.

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Regenfälle haben in der Nacht zum Donnerstag bedeutend beim Kampf gegen die Brände in Griechenland geholfen. Sowohl auf der zweitgrößten Insel Euböa als auch auf der Halbinsel Peloponnes erloschen nach übereinstimmenden Berichten von Reportern vor Ort viele Feuer.

Es sei viel besser, sagten auch mehrere Bürgermeister auf der Halbinsel Peloponnes übereinstimmend im Staatsrundfunk. Die Feuerwehr warnte jedoch, die Gefahr sei noch nicht vorbei. In vielen Fällen brannte es noch im Unterholz und neue Brände könnten ausbrechen. Zudem wehten landesweit starke Winde.

In Algerien hat sich die Zahl der Toten nach den verheerenden Waldbränden im Land weiter erhöht. Mindestens 49 Zivilisten seien in den Flammen gestorben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf den Generalstaatsanwalt der besonders betroffenen Region Tizi Ouzou. 

Nicht nur in Italien und Griechenland, auch in Algerien wüten derzeit heftige Waldbrände. Bisher kamen beim Kampf gegen die Flammen 65 Menschen ums Leben.

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Türkei: Einige Feuer wieder angefacht

Starke Winde und Temperaturen um die 40 Grad haben zuletzt wieder Feuer angefacht. In den Bergen der Gemeinde Köycegiz im südwesttürkischen Mugla waren Feuer auch am Mittwochabend noch nicht unter Kontrolle. Dörfer waren den Angaben zufolge aber nicht bedroht. Die Brände in dem schwer zugänglichen Gelände würden aus der Luft und mit Kräften am Boden bekämpft.

Zwei Wochen nach Beginn der Brände in der Türkei sind die meisten Feuer zwar unter Kontrolle. Dennoch können Funken immer wieder überspringen und wegen der extremen Trockenheit in Verbindung mit Winden Feuer auslösen.

Der Norden der Türkei hatte unterdessen mit Hochwasser und Erdrutschen zu kämpfen. Mindestens sechs Menschen kamen bisher ums Leben. Betroffen sind die Schwarzmeerprovinzen Bartin, Kastamonu, Sinop und Samsun. Das Hochwasser ging am Donnerstag zurück.

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