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Deutscher Musikrat - Mehr als 14 Millionen deutsche Hobbymusiker

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Fast jeder fünfte Deutsche musiziert in seiner Freizeit. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Deutschen Musikrats. Der Anteil variiert nach Alter und sozialer Schicht.

Eine Lehrerin spielt am 13.05.2019 im Musikunterricht Klavier in Remshalden
Mehr als 14 Millionen Bundesbürger sind Hobbymusiker
Quelle: dpa

Profis sind die wenigsten: Rund 600.000 Menschen in Deutschland verdienen mit Musik ihr Geld - oder zumindest einen Teil ihres Lebensunterhalts. Aber immerhin 14,3 Millionen Bundesbürger oder fast 19 Prozent der Bevölkerung ab 6 Jahre musizieren in ihrer Freizeit: entweder in Band, Orchester oder Chor, oder sie spielen für sich zu Hause, bei privaten oder geselligen Anlässen.

Frauen singen mehr, Männer greifen häufiger zum Instrument

Erstmals hat der Deutsche Musikrat eine repräsentative Studie über das Amateurmusizieren im Land von Bach und Beethoven in Auftrag gegeben. Nach der am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Allensbach-Studie haben rund 3,5 Millionen Kinder und Jugendliche und 10,8 Millionen Personen ab 16 Jahre Musik als Hobby. Damit dürfte die Zahl der Musizierenden laut Musikrat in den letzten rund 20 Jahren relativ stabil geblieben sein.

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80 Prozent der Amateurmusiker ab 16 Jahre spielen ein Instrument: 92 Prozent der Männer und 68 Prozent der Frauen. 40 Prozent singen: 56 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer. Singen ist damit eher eine Frauendomäne, während Männer eher Instrumente spielen.

Jüngere musizieren besonders häufig

Laut der Studie ist das Musizieren stark alters- und schichtgebunden: Während 16 Prozent der Über-16-Jährigen singen oder ein Instrument spielen, ist es bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis 15 Jahren fast jeder Zweite. Der Kreis der Hobbymusiker verringert sich vor allem beim Übergang von der Schule zur Ausbildung gravierend, ein zweites Mal beim Übergang ins Berufsleben. So musizieren noch 31 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, aber nur 13 Prozent der 30- bis 44-Jährigen.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die soziale Schicht. Personen mit hohem sozio-ökonomischen Status musizieren signifikant häufiger als Personen aus den mittleren und unteren: So zählen sich 25 Prozent der Personen ab 16 Jahre aus der hohen sozialen Schicht zu den Freizeit- und Hobbymusikern, aber nur 12 Prozent aus den unteren und 14 Prozent der Personen aus den mittleren Sozialschichten.

Musikrat: Amateurmusik in gesamter Gesellschaft verortet

Der Präsident des Deutschen Musikrats, Martin Maria Krüger, erklärte, die Ergebnisse der Studie zeigten eindrucksvoll, dass "das Amateurmusizieren in seiner Vielfalt und mit seinem kulturellen Reichtum in der gesamten Gesellschaft verortet ist". Das gelte im ländlichen Raum wie in großen Städten, in Klassik oder Pop.

Das Musizieren ist beständiger Teil im Leben vieler Menschen in Deutschland und eine tragende Säule unseres kulturellen und gesellschaftlichen Lebens.
Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats

Die Untersuchung wurde im November und Dezember 2020 durchgeführt. Abgefragt wurde explizit das Musizierverhalten vor der Corona-Pandemie.

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