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"Plattenbau für die Reichen" ausgezeichnet

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Hochhauspreis für Stockholm - "Plattenbau für die Reichen" ausgezeichnet

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Moderner Plattenbau als wegweisende Architektur: Ein Gebäude in der schwedischen Hauptstadt Stockholm erhält die weltweit wichtigste Auszeichnung für Hochhäuser.

Die schwedische Wohn-Türme "Norra Tornen" in Stockholm
Erhalten den Internationalen Hochhauspreis: Die "Norra Tornen"
Quelle: picture alliance / Alexander Farnsworth

Der verantwortliche Architekt Reinier de Graaf hatte mit Bezug auf sein Gebäude auch von einem "Plattenbau für die Reichen" gesprochen - jetzt wurden seine Doppel-Türme "Norra Tornen" als weltweit innovativster Wolkenkratzer ausgezeichnet.

Die Jury hob die kastenartigen Betonfertigteilelemente hervor, mit denen die Fassaden der bis zu 125 Meter hohen "Nördlichen Türme" ringsherum bestückt sind. Es handele sich um zeitlos-wegweisende Architektur, die einen Beitrag zu einem stimmigen Stadtgefüge leiste.

Hochhaus-Türme "Norra Tornen"
Ausgezeichnete schwedische Hochhaus-Türme
Quelle: Anders Bobert

Hochhaus-Jury: Zeitlos-wegweisende Architektur

Fertiggestellt wurden die Doppeltürme, die in schwedens Hauptstadt Stockholm stehen, im Dezember 2018. Sie sind als eine Art Tor rechts und links einer Straße errichtet worden, die zwei Stadtviertel verbindet.

Die kastenförmigen Betonelemente waren seriell vorgefertigt worden. Sie ermöglichen großzügige Fensterfronten und sind versetzt angebracht, wodurch geschützte Balkone entstanden. Der Direktor des Deutschen Architekturmuseums, Peter Cachola Schmal, lobte den Einsatz der Fassadenelemente, der auch Zeit und Kosten gespart habe.

Hochhaus-Türme "Norra Tornen"
Die Stockholmer Preisträger
Quelle: Anders Bobert

Frankfurter "Omniturm" unter Top 5 der Wolkenkratzer

Im Finale war auch ein Neubau im Frankfurter Bankenviertel, der "Omniturm"des dänischen Architekten Bjarke Ingels. Das Gebäude mit seinem charakteristischen Hüftschwung gehört damit nach Ansicht der Jury immerhin zu den fünf besten Wolkenkratzern der Welt.

Der "Omniturm" in Frankfurt am 09.01.2020
Hat den Sprung aufs Tereppchen knapp verpasst: Der "Omniturm" in Frankfurt
Quelle: dpa

Es wurde wie die weiteren Finalisten unter 31 nominierten Gebäuden aus 14 Ländern ausgewählt. Der Hochhauspreis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt, dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank vergeben.

Ausgezeichnet werden Gebäude, die mindestens 100 Meter hoch sind. Die Jury beurteilt nicht nur die Gestaltung, sondern auch Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Hochhaus-Türme "Norra Tornen"
Wie ein Tor zum nächsten Viertel: Die "Norra Tornen"
Quelle: Laurian Ghinitoiu
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