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Zerstörte Gleise und Bahnhöfe : Flutschäden bei der Bahn: Eine erste Bilanz

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Das hat es noch nicht gegeben: Die Flut im Westen hinterlässt auch an Gleisen, Bahnbrücken und Bahnhöfen Verwüstungen auf Rekordniveau.

Was ist alles zerstört worden?

Die Überschwemmungen haben zu Hang- und Dammrutschen, aber auch zu Gleisunterspülungen geführt. Die Folge sind teils massive Zerstörungen an Gleisen, Bahndämmen und Schwellen. Insgesamt fast 600 Kilometer. Als besonders gravierend bewertet die Deutsche Bahn die Schäden an über 50 Brücken.

Dazu seien 180 Bahnübergänge, knapp 40 Stellwerke und mehr als 1.000 Oberleitungs- und Signalmasten betroffen. Aber auch Aufzüge, Elektrik und Beleuchtung in Bahnhöfen. "In dieser Dimension wurde unsere Infrastruktur noch nie auf einen Schlag zerstört", sagt DB-Netz-Vorstand Volker Hentschel. 

Wie hoch sind die Schäden?

Die DB schätzt die Schadenssumme bei der Infrastruktur nach erstem Augenschein auf rund 1,3 Milliarden Euro. Betroffen sind zum Teil Fernstrecken in Nordrhein-Westfalen, vor allem aber sieben Regionalstrecken in der Eifel. Hinzu kommen Umsatzausfälle bei DB Regio.

Versichert ist die Bahn nach Angaben von DB Netz nur zum Teil. Da die Finanzierung des Schienennetzes aber gesetzliche Aufgabe des Bundes ist, wird für die Schäden an Fahrwegen, Stellwerken oder Bahnhöfen letztlich der Steuerzahler aufkommen müssen. 

Wann steht die Infrastruktur wieder?

Das wird dauern. Noch immer sind einige Gleisabschnitte überschwemmt, und das gesamte Schadensausmaß ist noch nicht ganz erfasst. Nach ersten behelfsmäßigen Reparaturen stehen nun aufwändigere Arbeiten an: Austausch der Signal- und Oberleitungsmasten, Bau neuer Bahnsteige, Aufzüge, Bahnübergänge und Brücken.

Unser Ziel ist es, dass wir etwa 80 Prozent der beschädigten Infrastruktur bis Jahresende wieder auf Vordermann bringen können.
Volker Hentschel, DB Netz-Vorstand

Allerdings müssten einige Strecken fast komplett erneuert werden. Da könne die Instandsetzung Jahre dauern. Etwa im Ahrtal oder bei der Voreifelbahn zwischen Euskirchen und Bonn.

Wie können die Strecken in Zukunft gesichert werden?

Denkbar sei, Bahndämme und Böschungen beim Neubau anders zu konstruieren oder höher zu bauen, so Hentschel. Bei Brücken wäre ein Ansatz, sie mit mehr Spannweite neu aufzubauen, um so den Abstand zwischen den Pfeilern zu vergrößern, damit sich Treibgut bei künftigen Fluten nicht mehr so leicht verfangen kann und mehr Wasser bei Hochwasserlagen hindurchfließen kann.

Ab wann kann es Ersatzverkehr geben?

Der ist bereits angelaufen - lässt sich aber nicht überall realisieren. Weil auch Straßenbrücken im Hochwasser zerstört wurden ist der Schienenersatzverkehr mit Bussen zum Teil unmöglich. Allein an der Ahr ist ein Großteil der 35 Brücken unpassierbar.

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