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Hilfe für Hochwasser-Opfer - Besser Geld spenden als 50 Hosen

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Die Aufräumarbeiten in den Flutgebieten sind im vollen Gang, viele Freiwillige helfen vor Ort. Viele möchten spenden - doch nicht jede Spende ist derzeit sinnvoll. Ein Überblick.

Freiwillige Helfer packen im PSD Dome in Düsseldorf Kartons mit Hilfsgütern für die Flutopfer am 18.07.2021
Freiwillige Helfer packen im PSD Dome in Düsseldorf Kartons mit Hilfsgütern für die Flutopfer.
Quelle: dpa

Es ist die schwerste Hochwasser-Katastrophe in Deutschland seit Jahrzehnten. Viele Häuser, Straßen und Brücken liegen in Trümmern. Feuerwehr, Hilfsdienste und die Bundeswehr sind im Einsatz. Riesengroß ist die Hilfsbereitschaft im ganzen Land - so groß, dass mittlerweile der Einsatz von Spenden und helfenden Einsätzen in den betroffenen Landkreisen gut koordiniert werden muss.

Wie man den Flutopfern derzeit am besten helfen kann - ein Überblick:

Geld- statt Sachspenden

An Sachspenden mangelt es derzeit nicht mehr. Ganz im Gegenteil: "Wir ersticken momentan in Sachspenden", sagt unter anderem Guido Nisius, Verbandsbürgermeister von Adenau. "Wenn Sie zielgerichtet helfen wollen, spenden Sie Geld", appellierte er am Sonntagabend an Menschen, die den Opfern der Flutkatastrophe helfen wollen. Die Lager mit Lebensmittel- und Kleiderspenden seien gut gefüllt, berichten auch die Kreise Euskirchen und Rhein-Erft in Nordrhein-Westfalen.

Guido Nisius betonte beim Besuch von Angela Merkel, dass die Menschen dicht zusammenstehen. "Wir ersticken momentan in Sachspenden", sagte er.

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Die Spendenbereitschaft sei überwältigend gewesen, berichtet Rolf Klöcker, Kreigeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes Euskirchen. "Aber wir haben weder die Lagerkapazität noch personelle Ressourcen, um die vielen, vielen Sachspenden zu sortieren und rauszugeben."

Wenn jemand 50 Hosen spenden würde, deren Größen aber nicht passend wären, würde das nicht weiterhelfen, so Klöcker. Derzeit würden vor allem Trockengeräte und Stromerzeuger in den Gebieten gebraucht, ansonsten könnte da eine Geldspende mehr helfen.

Direkte Geldzuwendungen oder Nachbarschaftshilfe

Wer Freunde oder Familie in den Krisengebieten hat, könnte mit einer direkten Geldzuwendung helfen. Wer vor Ort lebt, kann als Nachbarschaftshilfe helfende Hände anlegen, so Klöcker.

[Das DRK Euskirchen hat auf seiner Website weiterführende Spenden-Informationen zusammengestellt.]

Auch Urlauber packen mit an – beim Aufräumen in Schönau im Berchtesgadener Land. Nachdem den Hang herabschießende Wassermassen und Murenabgänge für große Verwüstungen sorgten. Auf Regen war man vorbereitet – nicht aber auf diese Wucht des Wassers.

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Nicht auf eigene Faust ins Krisengebiet fahren

Man sollte jedoch davon absehen, sich mit Schaufel und Eimer ins Auto zu setzen und in die Krisengebiete zu fahren, um dort mit anzupacken. Davon rät die Polizei dringend ab. "Im Moment sind in den Krisenregionen viele Einsatzkräfte vor Ort", berichtet Verena Scheuer von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Koblenz gegenüber ZDF heute. "Die Lage vor Ort ist zu unübersichtlich."

Private Helfer, die in diese Gebiete fahren, stehen den Rettungskräften im Weg und bringen sich möglicherweise selbst in Gefahr.
Verena Scheuer, Polizeipräsidium Koblenz

Zudem könnten dadurch wichtige Zufahrts-, Transport- und Rettungswege blockiert werden, die von den Einsatzkäften dringend benötigt würden, so Scheuer weiter. Die Hilfe werde auch noch in zwei bis drei Wochen benötigt.

Möblierte Unterkünfte benötigt

Neben Geldspenden werden auch möblierte Unterkünfte dringend benötigt, berichtet Moritz Pelzer von der Pressestelle des Rhein-Erft-Kreises. Viele Betroffene seien zwar bereits vermittelt worden. Aber es seien immer noch einige in Sammelunterkünften untergebracht, für die "brauchen wir noch Unterkünfte", sagte er gegenüber ZDFheute. Anbieten könnte man dies über die eigens vom Kreis eingerichtete Hotline, so Pelzer (siehe Infobox).

Hilfe über Hotlines anbieten

Interessierte Helfer können über Hotlines, die die betroffenen Landkreise geschaltet haben, ihre Hilfe anbieten. Über diese Hotlines werden nicht nur Einsätze vor Ort koordiniert, sondern auch der Bedarf von Sachspenden wie Werkzeug, Schubkarren etc. sowie Unterkünfte organisiert.

Ein Regionalzug steht im Bahnhof von Kordel im Wasser am 15.07.2021

Service - Spendenaufruf für Hochwasser-Opfer 

Im Westen Deutschlands kam es nach Starkregen zu einer Hochwasser-Katastrophe. Viele Menschen starben. Ganze Dörfer wurden zerstört.

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