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Interview

Katastrophen-Forscher zur Flut - "Absoluter Schutz ist nicht möglich"

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Hätte Deutschland anders auf das Hochwasser reagieren müssen? Ein Katastrophen-Forscher erklärt, was gut lief, was geändert werden muss und was überhaupt möglich ist.

Katastrophenforscher Martin Voss über mögliche Ursachen der Hochwasserkatastrophe

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11 min
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Nach der Hochwasser-Katastrophe im Westen von Deutschland wird aktuell viel darüber gesprochen, wo mögliche Schwachstellen in den Warnsystemen und im Katastrophenschutz gelegen haben.

Katastrophenforscher Professor Martin Voss von der Freien Universität Berlin erklärt im ZDF-Interview, was gut lief und wo er Potenzial für Verbesserungen sieht. Sehen Sie oben das Interview im Video und lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Voss über ...

... den Schutz vor der aktuellen Hochwasser-Katastrophe:

"Ich würde natürlich sagen, dass man immer besser werden kann und besser werden muss. Wir werden ja hier erst in eine detaillierte Analyse einsteigen und schauen, wo doch die Schwachstellen gewesen sind. Nichtsdestotrotz denke ich, man muss genau so auch dazu sagen, dass ein absoluter Schutz nicht möglich ist."

... die Krisenreaktion in Deutschland:

"Der Katastrophenschutz in Deutschland hat auch in dieser Situation insgesamt sehr gut funktioniert, und zwar dadurch, dass so viele gemeinsam angepackt haben und dann eben wirklich Tag und Nacht mit allem Einsatz, den man eben geben konnte."

"Und auf der anderen Seite - das ist dann die Schwachstelle, die ich doch sehe - fehlt uns in Deutschland das Bewusstsein für die eigentliche Dynamik und Komplexität für Krisen und Katastrophen."

Nach den heftigen Unwettern sind die Schäden groß, in vielen Regionen werden weiter dringend helfende Hände benötigt. ZDF-Reporter Bobby Cherian zur Lage in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

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1 min
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... Lehren für die Zukunft:

"Man muss in einer Gesellschaft Bewusstsein für Gefahren, für Katastrophen, Risiken jeglicher Art aufrechterhalten, immer wieder im Dialog präsent halten, sodass diese verschiedenen Akteure - die Betroffenen, potenziell Betroffenen, die professionellen Akteure, die Behörden und Organisationen und so weiter - allesamt ein gemeinsames Ganzes bilden."

"Jede und jeder Einzelne ist unbedingt gefordert, es geht nur so, dass da der Schutz anfängt, dass man Eigenvorsorge betreibt. Das heißt eben vor allem, aufmerksam sein, sensitiv sein, offen zuhören, es nicht abtun als 'das geht mich sowieso nichts an, wird schon nicht mich treffen'."

Auch der Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, hat im ZDF-Interview eine erste Bilanz gezogen:

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