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"Enormes Tierleid" - Tierschutzbund warnt vor Welpenkauf im Netz

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Ein Hundebaby als Weihnachtsgeschenk? Experten mahnen zur Vorsicht. Das Geschäft mit Hundewelpen im Netz hat Schattenseiten. Und schadet vor allem den Tieren.

Archiv: Hundewelpen sitzen in einer Transportbox am 04.12.2020
Hundewelpen leiden stark unter illegalem Handel.
Quelle: dpa

Der illegale Handel mit Hundewelpen im Internet hat schlimme Folgen für die Tiere, warnt der Deutsche Tierschutzbund. Der Verein rät grundsätzlich davon ab, Tiere über Online-Anzeigen zu kaufen. "Wer sich für ein Tier interessiert, sollte sich zuerst im Tierheim erkundigen. Oder alternativ nach seriösen Züchtern recherchieren, die aus Leidenschaft eine Rasse züchten und mit denen schon andere Hundehalter gute Erfahrungen gemacht haben", sagte die Sprecherin, Lea Schmitz der Deutschen Presse-Agentur.

Illegaler Handel sorgt für enormes Tierleid

Der illegale Handel mit Hundewelpen sei vor allem im Internet gefragt, aber gleichzeitig mit enormen Tierleid für die Hundekinder und Elterntiere verbunden, hieß es jüngst in einer Mitteilung des Vereins. Gerade als Weihnachtsgeschenke seien die kleinen Vierbeiner jedes Jahr aufs Neue gefragt. Besonders gemein am illegalen Online-Handel mit Hundewelpen ist, dass sie laut Tierschutzbund kaum von seriösen Angeboten zu unterscheiden sind.

"Dass Angebote in gebrochenem Deutsch formuliert waren und Welpen zu günstigen Schnäppchenpreisen für wenige hundert Euro angeboten wurden, war lange Zeit ein Indiz, kommt heute aber eher selten vor", sagte Lea Schmitz. "Mittlerweile versuchen die Händler alles, um einen seriösen Eindruck zu machen."

Klein, süß und tollpatschig - bei Hundewelpen kann kaum einer widerstehen. Doch Vorsicht beim Kauf von Welpen im Internet: Viele Tiere kommen aus dem Ausland, haben gefälschte Papiere und leiden unter Krankheiten.

Beitragslänge:
2 min
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Tiere kommen meist aus Osteuropa

Für die Händler sei der Welpenhandel im Internet ein großes Geschäft. Die Tiere kämen häufig aus dem osteuropäischen Ausland, wo die Elterntiere "unter erbärmlichsten Bedingungen, meist in Verschlägen, ohne Kontakt zu Menschen und ohne medizinische Versorgung" gehalten würden. Die Welpen würden meist schon mit wenigen Wochen von der Mutter getrennt und nach Deutschland gebracht.

Häufig seien Mittelsmänner im Spiel, die die Tiere ins Land brächten und schnell und anonym über das Internet anböten, so Schmitz.

Dies hat den Vorteil, dass die Hintermänner meist unerkannt bleiben.
Lea Schmitz, Deutscher Tierschutzbund

Die Bundespolizei, die unter anderem für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität zuständig ist, stellte nach eigenen Angaben zwischen Januar und Oktober 2020 insgesamt 24 Gesetzesverstöße in Zusammenhang mit der illegalen Einfuhr oder dem illegalen Handel mit Tieren fest.

Online-Handel mit Welpen ist nicht verboten

Bei den registrierten Verstößen könne es sich jedoch um alle möglichen Arten von Tieren handeln, hieß es auf Nachfrage. Laut Gesetz gilt, dass der gewerbsmäßige Handel mit Tieren nur mit einer Erlaubnis des zuständigen Veterinäramtes möglich ist. Der Online-Handel mit Welpen ist zunächst einmal nicht verboten, er unterliegt laut Tierschutzbund auch keinen strengen Vorschriften.

Nachrichten | heute - Italien: Bergung von Welpen  

Italienische Rettungsteams haben nach dem Lawinenunglück in Italien drei Hundewelpen aus dem verschütteten Hotel in den Abruzzen geborgen.

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