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Indien: Mehr Dörfer wegen Gasleck evakuiert

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Mindestens elf Tote - Indien: Mehr Dörfer wegen Gasleck evakuiert

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Am Donnerstag starben in Südindien mehrere Menschen, weil aus dem Leck einer Chemiefabrik Giftgas ausgetreten war. Behörden dementieren Meldungen, wonach es erneut ein Leck gebe.

In einer Chemie-Fabrik in Indien sind durch ein Gasleck mindestens elf Menschen ums Leben gekommen, hunderte wurden in Krankenhäuser gebracht.

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Wegen eines Gaslecks in einer Chemiefabrik in Indien haben die Behörden weitere umliegende Dörfer evakuiert. "Nein, es gab kein weiteres Leck", sondern handele sich nur um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Krishan Kumar, am Freitag.

Über Nacht löste die Evakuierung bei einigen jedoch Panik aus. Mehrere Medien berichteten zudem, dass erneut Gas aus dem Werk des südkoreanischen Konzerns LG Chem ausgetreten sein soll.

Elf Menschen durch durch Gas in Indien gestorben

Am Vortag waren mindestens elf Menschen an den durch ein Leck ausströmenden Dämpfen gestorben. Mehr als 300 Menschen waren verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Eine Behördenvertreterin sagte, das Gas habe sich im Laufe des Tages verflüchtigt.

Zwei männer tragen eine verletzte Frau nach einer Explosion in Vishakhapatnam (Indien) am 07.05.2020
Die Anwohner mussten nach dem Chemie-Unglück die Gegend verlassen.
Quelle: AP

Etwa 3.000 Menschen waren von den ersten Evakuierungsmaßnahmen am Donnerstag betroffen. Der Fabrikbesitzer hatte die Polizei gebeten, Anwohner aus den Häusern zu holen, weil es die Sorge gebe, dass wegen steigender Temperaturen ein weiteres Leck entstehen könne. Die Firma setzte nach eigener Angabe unter anderem Wasser ein, um die Temperaturen unter Kontrolle zu behalten.

Einem Sprecher von LG Chem zufolge war das Gasleck unter Kontrolle gebracht worden. In dem Werk von LG Chem werden Polystyrolprodukte hergestellt, die unter anderem für Becher und Besteck sowie Behälter für kosmetische Produkte verwendet werden.

Fabrik war nach Corona-Maßnahmen wieder eröffnet worden

Vinay Chand, ein Vertreter des Bezirks, sagte, aus Nachbarstaaten würden Chemikalien eingeflogen, um das Gas komplett zu neutralisieren, bevor den Menschen erlaubt werde, nach Hause zurück zu kehren.

Die Fabrik war erst in den letzten Tagen wieder eröffnet worden, nachdem Indien eine landesweite Sperrung im Zuge der Coronavirus-Pandemie gelockert hatte.

Geschlossene Läden am 22.04.2020 in Srinagar (Indien)

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von Nici Vitense-Lukat
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