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"Yaas" trifft Ostküste Indiens - Über eine Million Menschen fliehen vor Zyklon

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Neuer Wirbelsturm erreicht Indien: Der Zyklon "Yaas" ist an der Ostküste auf Land getroffen. Flughäfen wurden geschlossen, über eine Million Menschen flüchteten in Notunterkünfte.

Überschwemmungen durch Zyklon Yaas in Digha, Indien
Überschwemmungen durch Zyklon Yaas in Digha, Indien
Quelle: epa

Wenige Tage nach dem Zyklon "Tauktae" ist ein weiterer tropischer Wirbelsturm über Indien hinweggefegt. Der Zyklon "Yaas" traf am Mittwochmorgen an der Ostküste mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern auf Land, wie die indische Wetterbehörde mitteilte. Sein Zentrum sei fast vollständig an Land, teilte die Meteorologiebehörde am Mittwoch mit. Sie warnte vor meterhohen Wellen in einigen Regionen.

Zwei Menschen durch Stromschlag gestorben

"Seit vergangener Nacht erleben wir starken Regenfall und starken Wind", sagte der Anwohner Bibhu Prasad Panda aus Balasore im Bundesstaat Odisha. Mehrere Bäume seien entwurzelt und Überlandleitungen gekappt worden. Im Bundesstaat Westbengalen starben nach Behördenangaben zwei Menschen durch einen Stromschlag.

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Der internationale Flughafen der westbengalischen Hauptstadt Kolkata stellte den Betrieb am Mittwoch weitgehend ein. Auch der Flughafen in Bhubaneswar, der Hauptstadt des Nachbarstaats Odisha, wurde vorsorglich geschlossen. Züge wurden vorsichtshalber gestoppt. Odishas Regierungschef Naveen Patnaik rief die Bewohner der Küstengebiete auf, sich in Sicherheit zu bringen, ohne dabei in Panik zu geraten.

Mehr als eine Million Bewohner in Notunterkünften

Mehr als 1,2 Millionen Bewohner der Küstenregionen in Westbengalen und Odisha wurden bereits in Notunterkünfte gebracht. 4.800 Mitarbeiter der Katastrophenhilfe waren in beiden Bundesstaaten im Einsatz. Beim Durchzug des Zyklons "Tauktae" waren in der vergangenen Woche im Westen Indiens 155 Menschen ums Leben gekommen.

In Bangladesch wurden Tausende Menschen in etwa 200 Dörfern von den Fluten eingeschlossen. Häuser, Geschäfte und Farmen standen unter Wasser. Im Bezirk Patuakhali wurden zwei Deiche fortgespült und mehr als 20 Dörfer überschwemmt, wie die Behörden bekanntgaben. Mindestens 15.000 Menschen kamen in Notunterkünfte.

Wissenschaftlern zufolge nimmt die Zahl und die Intensität von Zyklonen in der Region in Folge des Klimawandels und der damit verbundenen höheren Wassertemperaturen im Meer zu.

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von Mark Hugo
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