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FAQ

BGH-Urteil : Influencer: Wann ist etwas Schleichwerbung?

Datum:

Zeigt eine Influencerin bei Instagram ein Produkt, ist das nicht automatisch Schleichwerbung, urteilt der Bundesgerichtshof. Was jetzt gilt und was verboten ist - ein Überblick.

Wenn Influencerinnen wie Cathy Hummels in sozialen Netzwerken Fotos posten und ohne Werbevermerk auf Hersteller eines Produkts verweisen, ist das unter bestimmten Voraussetzungen keine Schleichwerbung. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag. Aber was genau ist jetzt erlaubt?

Was gilt jetzt?

Influencerinnen und Influencer müssen jetzt im Wesentlichen nur noch solche Posts als Werbung kennzeichnen, für deren Präsentation sie irgendetwas bekommen haben - entweder Geld oder nur das kostenfrei überlassene Produkt oder sonst irgendeine Zuwendung. Aber es sind Ausnahmen von dieser Regel denkbar: Wenn ein Produkt extrem angepriesen und per "Tag" auf den Hersteller hingewiesen wird (d.h. man klickt das Produkt an und erhält dann die Information über den Hersteller), dann könnte das eventuell Werbung sein - auch wenn man nichts dafür erhalten hat.

Allerdings tritt - unabhängig von der Entscheidung des Bundesgerichtshofs - im Mai 2022 ein bereits verabschiedetes Gesetz in Kraft, das den Sachverhalt neu regelt. Und darin steht ganz klar: Es muss nur etwas als Werbung gekennzeichnet werden, wofür man Geld oder eine geldwerte Gegenleistung bekam.

Influencer wie Cathy Hummels müssen Tap Tags auf Instagram nicht als Werbung kennzeichnen, das hat der Bundesgerichtshof heute entschieden. Ihre Beiträge wurden nicht als geschäftliche Handlung eingestuft.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Worauf müssen Influencerinnen und Influencer nun achten?

Sie müssen alles als Werbung kennzeichnen, was sie entweder umsonst bekamen oder wofür sie Geld oder andere Vorteile (z.B. eine Reise) bekamen.

Was ist verboten?

Werbung mit Hinweis auf den Hersteller, die der Influencerin oder dem Influencer irgendeinen Vorteil bringt, aber nicht als Werbung gekennzeichnet wurde.

Wo liegt die Grauzone?

Zum Beispiel in folgendem erdachten Fall: Eine Influencerin preist Produkte an, verweist auf die Hersteller und bekommt nichts dafür; selbst das Produkt muss sie bezahlen. In diesem Fall muss sie das auch nicht als Werbung kennzeichnen. Dann könnte aber am Ende des Jahres der Hersteller die Influencerin überraschenderweise dafür belohnen, dass sie für ihn geworben hat. Nachträglich können keine Werbehinweise mehr angebracht werden. Das Beispiel zeigt, dass es immer Wege gibt, die Vorschriften zu umgehen.

Was bleibt offen?

Man wird das neue Gesetz abwarten müssen, das ab Mai 2022 die Schleichwerbung in Social Media neu regelt. Und dann wird man sehen, wie die Gerichte die neuen Regeln anwenden.

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