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Zahlen und Fakten - So geht’s Mecklenburg-Vorpommern

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Touristenmagnet mit langen Küsten, Schlusslicht bei schnellem Internet: Das sind Zahlen für Mecklenburg-Vorpommern - ein Überblick in Grafiken vor der Landtagswahl.

Schweriner Schloss, Sitz des Landesparlaments von Mecklenburg-Vorpommern
Das Schweriner Schloss, Sitz des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, spiegelt sich im Burgsee.
Quelle: Imago

Mecklenburg-Vorpommern ist das nordöstlichste Bundesland Deutschlands, bestehend aus sechs Landkreisen und den kreisfreien Städten Rostock und Schwerin. Im Norden bildet die Ostsee-Küste die natürliche Grenze. Sie ist ohne Buchten, Bodden- und Haffküste 350 Kilometer lang, mit allen Lagunen und Meerengen sind es rund 2.000 Kilometer. Mecklenburg-Vorpommern hat eine Fläche von 23.211,25 Quadratkilometern, auf denen 1.610.774 Einwohner verteilt in den Ballungsgebieten Rostock und Schwerin und auf dem dünn besiedelten Land leben.

Nirgendwo in Deutschland ist die Einwohnerdichte so gering wie in Mecklenburg-Vorpommern: Durchschnittlich 69 Einwohner leben auf einem Quadratkilometer, in weiten Teilen - etwa der Hälfte des Landes - leben 25 Einwohner pro Quadratkilometer. Rostock ist die einzige Großstadt in dem Bundesland mit über 200.000 Einwohnern, Schwerin, die zweitgrößte Stadt und Landeshauptstadt, hat rund 95.000 Einwohner.

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist der Bevölkerungsdurchschnitt in Mecklenburg-Vorpommern besonders alt. Abseits der Tourismusgebiete überaltert die Bevölkerung durch den Wegzug der Jungen, fehlende Geburten und steigende Lebenserwartung immer mehr. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung, also rund 416.000 Menschen, sind mittlerweile über 65 Jahre, Tendenz steigend.

Bei der Betreuung der Kinder bis zum schulpflichtigen Alter ist Mecklenburg-Vorpommern vorbildlich: Rund 95,6 Prozent der drei- bis sechsjährigen Kinder hatten 2020 einen Kita-Platz zur Verfügung. Auch in der Krippe für Kinder unter drei Jahren war die Betreuungsquote mit 57,6 Prozent sehr hoch. Deutschlandweit betrug der Anteil der unter 3-Jährigen in Kindertagesbetreuung im gleichen Jahr nur 35 Prozent.

Die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss ist 2019 in Mecklenburg-Vorpommern zum dritten Mal in Folge gestiegen. Der Anteil in Mecklenburg-Vorpommern lag bei 9,3 Prozent und damit deutlich über dem bundesweiten Anteil von 6,8 Prozent. Ohne Abschluss wird es schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden, durch Arbeitslosigkeit steigt die Armutsgefährdung.

Anders als in 11 der 16 Bundesländern ist in Mecklenburg-Vorpommern die Armutsquote zwar um 1,5 Prozent zum Vorjahr gesunken, dennoch ist die Quote mit 19,5 Prozenten herausragend hoch und deutlich über der bundesdeutschen Quote von 15,9 Prozent. Arbeitslose machen dabei einen kleinen Teil der Armen aus, vielmehr sind es laut Paritätischem Armutsbericht 2020 Rentner und geringfügig Beschäftigte.

Im Juli 2021 betrug die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern 7,3 Prozent. Deutschlandweit lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 5,6 Prozent. Auch die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist in Mecklenburg-Vorpommern besonders hoch. 7,8 Prozent der 15- bis 25-Jährigen haben keine Arbeitsstelle. Die bundesweite Quote liegt hier bei 5,1 Prozent.

Schlusslicht bei der Breitbandversorgung

Der Bedarf an schnellem Internet wird allgemein weiter steigen. In Mecklenburg-Vorpommern aber ist der Breitbandausbau noch immer im Rückstand auf dem Weg in die digitale Zukunft. Von einer Geschwindigkeit von 100 Mbit/s sind einige Regionen laut Breitbandatlas in Mecklenburg-Vorpommern noch weit entfernt, 75,5 Prozent der Haushalte surfen mit 100 Mbit/s, der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 88,5 Prozent.

Beliebte Urlaubsregion

Aufgrund der 2.000 Kilometer langen Küste, mehr als 2.000 Seen, 63 Kur- und Erholungsorten und 2020 rund 1.900 Sonnenstunden ist Mecklenburg-Vorpommern ein beliebtes Urlaubsziel, Tourismus somit ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Das Bundesland war 2019 mit rund 19 Übernachtungen pro Einwohnerin und Einwohner laut Statistischem Bundesamt das Bundesland mit der höchsten Tourismusintensität in Deutschland. Im innerdeutschen Vergleich lag Mecklenburg-Vorpommern mit 317.000 Übernachtungsgelegenheiten vor Schleswig-Holstein (309.000) und der Region Oberbayern (270.000).

Und wie wählte Mecklenburg-Vorpommern bislang?

Seit 1998 ist die SPD die stärkste Kraft im Land, regierte zunächst acht Jahre in einer Koalition mit der PDS, dann ab 2006 mit der CDU. Bei der letzten Landtagswahl 2016 blieb die SPD stärkste Partei und bildete mit der CDU eine rot-schwarze Koalition unter dem Ministerpräsidenten Erwin Sellering, der 2017 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgab. Ihm folgte Manuela Schwesig als Ministerpräsidentin. Zum ersten Mal im Landesparlament und zweitstärkste Partei wurde die AfD, alle anderen bislang vertretenen Parteien fuhren Verluste ein. Grüne und die FDP verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde und verpassten den Einzug ins Landesparlament.

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