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Nach tödlichem Unfall - Raser zu Gefängnisstrafe verurteilt

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Nach einem tödlichen Unfall bei mehr als 230 Stundenkilometern musste sich ein 24-Jähriger vor Gericht verantworten. Er wurde nun zu drei Jahren Haft verurteilt.

Raser-Prozess in Ingolstadt
Raser-Prozess in Ingolstadt
Quelle: Ulf Vogler/dpa

Wegen eines tödlichen Raserunfalls bei mehr als 230 Stundenkilometern auf der Autobahn ist ein 24-Jähriger zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte mit seinem Sportwagen auf der Überholspur der A9 einen anderen Autofahrer von hinten gerammt und getötet. Der 22-Jährige am Steuer des anderen Wagens starb binnen kürzester Zeit.

Das Landgericht Ingolstadt sprach den Angeklagten am Dienstag wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens schuldig (Az. 1 Ks 41 Js 18694/19). Ursprünglich war der 24-Jährige auch wegen Totschlags angeklagt. Doch der sogenannte bedingte Tötungsvorsatz sei ihm nicht nachzuweisen, sagte der Vorsitzende Richter Konrad Kliegl. Deswegen wurde dieser Vorwurf fallen gelassen.

Angeklagter hatte seinen Sportwagen getuned

Der Angeklagte hatte seinen Sportwagen auf 575 PS und ein Maximaltempo von 350 Stundenkilometern getuned und hätte mit solch einem Rennwagen nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürfen. An der Unfallstelle hätte er bei dem Unfall im Oktober 2019 maximal Tempo 100 fahren dürfen, er war tatsächlich mit 232 Stundenkilometern unterwegs.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Raser eine achtjährige Gefängnisstrafe verlangt, die Verteidiger einen Freispruch. Verurteilt wurde der Mann wegen des 2017 geschaffenen Paragrafen gegen illegale Autorennen.

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