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Tag des Artenschutzes : Comeback auf leisen Pfoten, Händen und Hufen

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Weniger Lebensräume oder etwa Wilderei führen dazu, dass viele Tierarten weltweit bedroht sind. Dank Schutzprojekten ist es manchen Arten gelungen, sich zu erholen.

Sumatra-Tigerin Dumai
Tiger sind je nach Unterart sehr unterschiedlich groß - sie können zwischen 75 und 325 Kilogramm wiegen.
Quelle: Harald Löffler/Wilhelma/dpa

Weltweit sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion 16.500 Tierarten bedroht. Aber es gibt auch gute Nachrichten, denn einige Säugetierarten erholen sich - wenn auch langsam.

Hoffen auf Verdopplung des Tigerbestands

Der Tiger: Die größte Raubkatze der Welt mit den typischen Streifen fühlt sich in allerhand Arten von Wäldern zuhause. So besiedeln Tiger die tropischen Wälder Südostasiens, die Laubwälder und Mangrovenwälder Südasiens, außerdem die Nadel- und Birkenwälder des russischen Ostens. Aber sie mögen auch dichtes und hohes Gras am Fuße des Himalaja.

Etwa 3.900 Tiere gibt es laut WWF in freier Natur (Stand 2015), dieses Jahr soll neu gezählt werden. Dann zeigt sich, ob der Tigergipfel von 2010 in St. Petersburg sein Ziel erreicht hat: Bis zu diesem Jahr sollte der Tigerbestand verdoppelt werden.  

Der Tiger gehört weiterhin zu den stark bedrohten Tierarten, aber es geht bergauf: Dabei geholfen haben Schutzgebiete für Tiger und die konsequente Verfolgung von Wilderei, wie Anne Hanschke vom WWF sagt. Viele Körperbestandteile des Tigers sind laut der Artenexpertin etwa in der asiatischen traditionellen Medizin gefragt - zum Beispiel wegen angeblich potenzsteigernder oder heilender Wirkung.

Wieder mehr Große Pandas

Der Große Panda: In freier Wildbahn wurden zuletzt etwa 1.860 Tiere gezählt (Stand 2014) - 17 Prozent mehr als bei der vorhergehenden Zählung im Jahr 2004.

Junge Pandas spielen auf einem Baum
Weißes Fell, schwarze Öhrchen und schwarze Flecken um die Augen - der Großbär mit der charakteristischen Zeichnung ist in Bergregionen in China zuhause.
Quelle: Reuters

Lange Zeit galt der Panda als eines der am meisten bedrohten Tiere weltweit und wurde so auch zum Wappentier des WWF, inzwischen hat er es aber in die etwas weniger dramatische Kategorie der "gefährdeten Tiere" geschafft.

Der Panda hat massiv Lebensraum verloren, durch die Zerstörung der Bergwälder in China, durch Landwirtschaft oder Straßen- und Bahnlinienbau.
Anne Hanschke, WWF

Sogenannte Grüne Korridore haben zerrissene Pandareviere wieder miteinander vernetzt und das hilft auch der Fortpflanzung. Dass Pandas sich weniger vermehren als andere Tiere, sei zwar ein Mythos sagt Hanschke. Aber wenn die Reviere abgetrennt sind, wird es zuweilen schwer, dass sich Tiere zur Paarung finden können.

China produziert heute Pandas am Fließband und vermietet sie weltweit für eine Million Euro pro Jahr. Ist das noch Artenschutz? Immerhin ist es so bisher gelungen sein Aussterben zu verhindern....

Beitragslänge:
5 min
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Nur wenige Berggorillas

Der Berggorilla: Berggorillas zählen zu den Menschenaffen und leben am liebsten in Wäldern, in Höhenlagen von 1.850 bis 3.800 Metern in Zentralafrika.

Berggorilla-Familie in Ruanda (undatierte Aufnahme)
Die Berggorillas haben ein besonders langes, dichtes und zotteliges Fell.
Quelle: dpa

Der Bestand von Berggorillas ist mit 1.060 Tieren (Stand 2019) noch immer sehr klein, steigt seit Jahren aber kontinuierlich an. In der Region der Virunga-Vulkane, im Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda lebten 1981 etwa 254 Tiere - 2018 waren es mehr als doppelt so viele, nämlich 604 Berggorillas.

Die Menschenaffen vermehren sich also wieder, aber langsam. Geholfen haben ungewöhnliche Maßnahmen: Neben Schutzgebieten ist bei Berggorillas die Gesundheit ein großes Thema.

Gorillas sind empfindlich für menschliche Atemwegserkrankungen. Da sind Abstände zum Menschen sehr wichtig. Oder zum Beispiel das Maskentragen für Besucher in ökotouristischen Projekten, die Berggorillas dort sehen können.
Anne Hanschke, WWF

Außerdem gibt es Projekte mit der einheimischen Bevölkerung, die lange Zeit Holz in den Lebensräumen der Gorillas schlugen. "Da helfen auch energieeffizientere Öfen, damit weniger Holz gebraucht wird", sagt Hanschke.

Südliches Breitmaulnashorn: Von Wilderei bedroht

Das Südliche Breitmaulnashorn: Der Bestand des in Afrika heimischen Tieres hat sich wieder erholt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden laut WWF 100 Tiere gezählt - und gut ein Jahrhundert später 18.000 (Stand 2017). Neue Schutzgebiete halfen dabei und ein gutes Management der Fortpflanzung, wie Anne Hanschke vom WWF sagt.

Aber die Entwicklung ist getrübt, denn die massive Wilderei könnte das Südliche Breitmaulnashorn wieder in die Enge treiben.

Das Horn ist sehr begehrt wegen angeblicher Heilkräfte oder einfach nur als Statussymbol.
Anne Hanschke, WWF

Seit 1975 sind Breitmaulnashörner durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES geschützt und der Handel mit den Tieren oder ihrem Horn stark eingeschränkt.

Zwei südliche Breitmaulnashörner stehen sich grasend gegenüber
2012 war der Höchststand der Tiere mit 21.000 erreicht - also gut 3.000 mehr als bei der jüngsten Zählung.
Quelle: imago

Etwa 9.000 freilebende Wisente

Der Wisent: Die etwas kleineren Cousins der amerikanischen Bisons sind in Europa trotzdem die Größten unter den Säugern. Wisente sind ein Beispiel für eine Tierart, die sich erholt hat, weil der Mensch sie wieder angezüchtet und ausgewildert hat. In der Natur war der Wisent Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestorben.

Ausgehend von zwölf Tieren wurde der Bestand inzwischen auf über 9.000 freilebende Tiere vergrößert (Stand 2020). Wisente leben in Polen, im Kaukasus, und sollen mit Hilfe des WWF auch bald wieder in Deutschland heimisch werden.  

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