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Iris Berben wird 70 - Ein Vorbild für jede Generation

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Die Schauspielerin Iris Berben spielt auch mit 70 noch die starken Frauenfiguren, für die sie berühmt wurde. So bleibt ihre Arbeit ungebrochen relevant für alle Altersgruppen.

Nicht tot zu kriegen - Caroline von Senden (Iris Berben)
In "Nicht tot zu kriegen" spielt Iris Berben eine Showbiz-Diva, die zurück ins Rampenlicht möchte.
Quelle: ZDF/ Alexander Fischerkoesen

Sie ist eine der bedeutendsten Schauspielerinnen des deutschen Films. Iris Berben wird am Mittwoch 70 Jahre alt und wir blicken zurück auf die starken Frauenrollen, für die sie berühmt ist - und ihr Engagement neben der Bühne.

Nachdem sie 1950 im nordrhein-westfälischen Detmold zur Welt kam, zog Sie mit ihrer Mutter nach Hamburg, wo sie zunächst ein katholisches Mädcheninternat besuchte. Ihren Wunsch, Nonne zu werden, legte sie dann aber bald ab.

Seit 1968 auf der Leinwand zu sehen

Inmitten der politischen und künstlerischen Entwicklungen um 1968 wirkte sie in zwei experimentellen Kurzfilmen mit, die wenig später bei den Oberhausener Kurzfilmtagen zu sehen waren.

Dort entdeckten sie Uwe und Petra Nettelbeck, er Filmkritiker, sie Produzentin, und luden sie zum Casting für Rudolf Thomes Thriller "Detektive" ein. Prompt wurde Berben für eine der Hauptrollen besetzt.

Zwischen Krimi-Ernst und Comedy-Spaß

1969 gab sie in Klaus Lemkes Drama "Brandstifter" ihr TV-Debüt als politische Studentin. Als Lola in Sergio Corbuccis Western "Lasst uns töten, Kompaneros" spielte sie auch in internationalen Produktionen mit. Für die Comedy-Show "Sketchup" zwischen 1984 und 1986 erhielt sie ihre erste Goldene Kamera.

Archiv: Schauspielerin Iris Berben als TV-Kommissarin Rosa Roth.
Iris Berben als TV-Kommissarin Rosa Roth. (Archivbild)
Quelle: dpa

Mit ihren starken Frauencharakteren ebnete sie anderen Schauspielerinnen in Deutschland den Weg. In der Kimi-Reihe "Rosa Roth" ab 1994 war sie eine der ersten Ermittlerinnen im Fernsehen. Erst 2013 hängte sie ihren beigen Trenchcoat an den Nagel.

2010 folgen ein Bambi und eine Emmy-Nominierung für ihre Rolle als strenge Matriarchin Bertha Krupp im ZDF-Dreiteiler "Krupp – eine deutsche Familie". Und zuletzt glänzte sie in Nina Grosses Kriminaldrama "Die Protokollantin".

Einsatz für Filmförderung und Gleichberechtigung

Als langjährige Präsidentin der Deutschen Filmakademie setzte sie sich leidenschaftlich für den deutschen Film ein. 2014 stritt sie mit Kinobetreibern um die Filmförderung in Deutschland. Sie wollten nicht mehr länger drei Prozent ihres Nettoumsatzes in die Fördertöpfe abgeben müssen.

Zusammen mit anderen warb Berben erfolgreich dafür, diese Zwangsabgabe zu erhalten, damit der Filmnachwuchs auch weiterhin von ihr profitieren kann. Den zu fördern, war Berben immer wichtig.

Ein Vorbild für junge Frauen

Ihre Popularität nutzt Sie auch für zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, gegen Antisemitismus und für Toleranz. Im Rahmen der #MeToo-Debatte setzte sie sich nicht nur für eine offene Diskussionskultur ein, sondern schuf als Teil der Filmakademie auch eine Anlaufstelle für Opfer sexueller Übergriffe.

Mit 70 Jahren bleibt Iris Berben so auch für Millennials und die Netzgemeinde relevant. Mit ihren komplexen Rollen und ihrem Engagement will Berben Vorbild für junge Frauen und eine neue Protestgeneration sein.

Zu ihrem Geburtstag zeigt das ZDF den Kriminalfilm "Nicht tot zu kriegen" als Fernsehfilm der Woche. Und schon im Herbst wird sie in "Das Unwort" und dem Zweiteiler "Altes Land" erneut zu sehen sein.

Simone Mankus, eine Film-Diva mit bewegter Vergangenheit, plant ihr Comeback. Als ihr ein Stalker zu nahe kommt, ist ihre letzte Hoffnung ausgerechnet ein wortkarger Ex-Polizist.

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94 min
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