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Norditalien: Sperrzonen und Hamsterkäufe

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Coronavirus - Norditalien: Sperrzonen und Hamsterkäufe

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Die Zahl der Infizierten in Italien ist auf 150 gestiegen. Das öffentliche Leben ist in vielen Gegenden Norditaliens zum Erliegen gekommen. Der Karneval in Venedig wurde abgesagt.

Kunden stehen in Mailand vor leeren Regalen
Dieses Regal in einem Mailänder Supermarkt ist leer: Aus Angst vor dem Coronavirus decken sich viele Norditaliener mit Lebensmitteln ein.
Quelle: epa

Italien ist der größte Infektionsherd des neuartigen Coronavirus in Europa. Mehr als 150 Ansteckungsfälle wurden dort nachgewiesen, mindestens drei Menschen starben bislang an der Infektion. Die italienische Regierung verhängte drastische Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Dennoch stieg die Zahl der Infizierten zuletzt rasant an.

Die italienischen Behörden ordneten an, elf Städte in Norditalien, darunter allein zehn Gemeinden in der Provinz Lodi, zu Sperrzonen zu erklären. Insgesamt 52.000 Menschen stehen praktisch unter Quarantäne.

Karneval in Venedig vorzeitig abgebrochen

Das öffentliche Leben in vielen Gegenden in Norditalien ist wegen des Coronavirus-Ausbruchs praktisch zum Stillstand gekommen. Der berühmte Karneval von Venedig wurde vorzeitig abgebrochen, auch Sportveranstaltungen wurden abgesagt.

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Vor allem in Mailand, das in der Nähe der Sperrzonen liegt, geht bei den Menschen die Angst um. In der zweitgrößten Stadt Italiens und dem Finanzzentrum des Landes kauften die Menschen die Supermärkte leer und es bildeten sich lange Schlangen an den Kassen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Mailänder Dom bleiben mindestens bis Dienstag geschlossen.

Der Ausbruch traf auch die Mailänder Modewelt. Das Modehaus Giorgio Armani hat entschieden, die Büros und die Produktionsstätten an mehreren Standorten sieben Tage zu schließen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Armani-Show auf der Mailänder Modewoche war ausschließlich online zu sehen. Die Modekammer gab bekannt, dass auch die beiden letzten, für den Montag angesetzten Shows der Fashion Week ausschließlich im Stream zu sehen sein sollen.

Schulen, Museen und Kirchen geschlossen

In Venetien wurde die Gemeinde Vo abgeriegelt. Museen und Schulen sollen in der gesamten Region bis zum 1. März geschlossen bleiben, kündigte Regionalpräsident Luca Zaia an. In Kirchen in der Lombardei und in Venetien fielen Gottesdienste aus. Öffentliche Verkehrsmittel wurden eigens desinfiziert.

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Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen sind am Sonntag zwei Züge auf der zentralen Brenner-Route zwischen Italien und Österreich am Sonntagabend gestoppt worden. Rund 500 Passagiere mussten an dem Grenzübergang stundenlang warten, bevor die Behörden in Österreich kurz vor Mitternacht grünes Licht für die Weiterfahrt gaben.

Zugverkehr zwischen Österreich und Italien läuft wieder normal

Den Zwangsstopp für zwei Züge am italienisch-österreichischen Grenzübergang hatten zwei Frauen ausgelöst, die Fieber und starken Husten hatten. Sie wurden aber nach Angaben des österreichischen Innenministeriums negativ auf das Virus getestet. Kurz vor Mitternacht hatten die österreichischen Behörden dann grünes Licht für die Weiterfahrt der rund 500 Reisenden gegeben. Der Zugverkehr zwischen Österreich und Italien soll am Montag wieder planmäßig verlaufen.

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