ZDFheute

Jemen-Krieg: Jedes fünfte Kind in ständiger Angst

Sie sind hier:

Bericht von "Save the Children" - Jemen-Krieg: Jedes fünfte Kind in ständiger Angst

Datum:

Ein Bericht von "Save the Children" offenbart: Nach fünf Jahren Krieg ist jedes zweite Kind im Jemen depressiv, Millionen sind unterernährt.

Eine Gruppe Kinder vor einer mit arabischen Schriftzeichen bemalten Fassade, in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.
Besonders die Kinder leiden unter dem Krieg im Jemen.
Quelle: epa

Die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" hat vor verheerenden Folgen des Jemen-Kriegs auf die psychische Gesundheit von Kindern gewarnt. Rund die Hälfte der jemenitischen Kinder seien traurig oder depressiv, wie aus einer Studie der Organisation hervorgeht.

Etwa jedes fünfte Kind leide unter ständiger Angst, hieß es. "Die Kinder, mit denen wir gesprochen haben, spielen nicht mehr im Freien. Sie nässen sich ein, wenn sie Flugzeuge über sich hören", erklärte die Deutschland-Chefin der Organisation, Susanna Krüger.

Wir können unter keinen Umständen zulassen, dass dieser Krieg gegen Kinder weitergeht.
Susanna Krüger

Eine politische Lösung aller Kriegsparteien sei nötig. Am 26. März jährt sich der militärische Konflikt im Jemen zum fünften Mal.

Sehen Sie hier einen Beitrag über den Krieg im Jemen:

Über zwei Millionen Kinder sind akut unterernährt

Laut der Studie sind seit Dezember 2017 in dem Krieg mindestens 2.047 Mädchen und Jungen getötet oder verstümmelt worden. Im Jemen sind demnach etwa 10,3 Millionen Kinder von Ernährungsunsicherheit betroffen, 2,1 Millionen akut unterernährt. Zudem seien in den vergangenen drei Jahren rund 1,2 Millionen Kinder an Cholera, Diphtherie oder Dengue-Fieber erkrankt.

Hinzu komme ein schwaches Gesundheitssystem, das dem Coronavirus kaum etwas entgegenzusetzen habe. "Wir fordern deshalb dringend Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung", sagte Krüger. Regierungen mit Einfluss auf die Konfliktparteien müssten Druck ausüben, um diese an den Verhandlungstisch zu bringen.

Antonio Guterres am 21.02.2020

UN-Generalsekretär -
Guterres fordert weltweiten Waffenstillstand
 

Angesichts der Corona-Krise fordert der UN-Generalsekretär, alle Waffen zum Schweigen zu bringen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Sonst drohten Millionen zu sterben.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.