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Hungersnot bedroht Millionen Kinder im Jemen

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Unicef warnt - Hungersnot bedroht Millionen Kinder im Jemen

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Weil Gesundheitssystem und Infrastruktur im zerstörten Bürgerkriegsland mit dem Coronavirus überfordert sind, kann die Zahl der hungernden Kinder dramatisch steigen, warnt Unicef.

Mehrere geflüchtete Kinder schauen in die Kamera.
Bis zu 2,4 Millionen Kinder könnten bis Ende des Jahres im Jemen hungern.
Quelle: Yahya Arhab/epa-efe/shutterstock

Unicef hat vor einer Gefahr für Millionen von Kindern im Jemen durch eine Hungersnot wegen des neuen Coronavirus gewarnt. In einem Bericht am Freitag hieß es, die Zahl der mangelernährten Kinder in dem Bürgerkriegsland könne bis Ende des Jahres 2,4 Millionen erreichen - 20 Prozent mehr als aktuell.

Das zerstörte Gesundheitssystem und die Infrastruktur des Jemens seien mit dem Coronavirus überfordert, berichtete Unicef. Daher werde sich die katastrophale Situation der Kinder wahrscheinlich noch verschlechtern.

Länder kürzen Hilfszahlungen

Die Lage im Jemen dürfte sich verschärfen, weil Geberländer ihre Hilfszahlungen jüngst gekürzt haben.

Wenn wir dringend benötigte Finanzmittel nicht erhalten, werden die Kinder an den Rand einer Hungersnot gedrängt und viele werden sterben.
Sara Beysolow Nyanti, Unicef-Leiterin im Jemen

Die Situation im Jemen wird immer schlimmer. Bereits jetzt sind zwei Drittel der Bevölkerung auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Covid-19 hat die Situation noch verschlechtert. Nach Angaben von Unicef droht 6.600 Kindern in den nächsten Monaten ein …

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Kinder können nicht geimpft werden

Sollten nicht 54,5 Millionen Dollar (mehr als 48,5 Millionen Euro) bis Ende August für Gesundheits- und Ernährungshilfe freigegeben werden, seien mehr als 23.000 Kinder stärker vom Tod durch akute Mangelernährung bedroht, warnte Unicef. Fünf Millionen weitere Kinder unter fünf Jahren könnten nicht gegen tödliche Krankheiten geimpft werden, so das Kinderhilfswerk.

Der seit 2015 andauernde Bürgerkrieg im Jemen hat die schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst. Der Krieg wird von einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition und den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen ausgetragen.

Bürgerkrieg, Hunger und Krankheit –im Jemen sind Not und Leid zum ständigen Begleiter geworden. Zu der humanitären Katastrophe kommt nun die Coronakrise. In den Flüchtlingslagern sind Hygiene- und Abstandsregeln kaum einzuhalten.

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