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Hongkong - Aktivist Jimmy Lai wieder in U-Haft

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Der Hongkonger Medienunternehmer und Demokratie-Aktivist Jimmy Lai, der auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden war, muss wieder in Untersuchungshaft. 

Jimmy Lai wird abgeführt
Der Medienunternehmer Jimmy Lai war nur kurz auf freiem Fuß. Ein Gericht kippte seine Freilassung gegen Kaution.
Quelle: ap

Der regierungskritische Medienunternehmer Jimmy Lai muss nach nur einer Woche in Freiheit wieder in Untersuchungshaft. Das zuständige Gericht in Hongkong entschied am Donnerstag, seine Freilassung gegen Kaution zu kippen.

Der 73-Jährige Lai war Anfang Dezember zunächst wegen Betrugsvorwürfen und kurz darauf wegen angeblicher Verstöße gegen das sogenannte Sicherheitsgesetz angeklagt worden. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe.

Wichtiger Kritiker der Zentralregierung

Lai ist Eigentümer der pro-demokratischen Boulevardzeitung "Apple Daily" und gilt in Hongkong als einer der wichtigsten Kritiker der Zentralregierung in Peking. Nach 20 Tagen Untersuchungshaft hatte Lai unter strengen Auflagen das Gefängnis am 23. Dezember verlassen, musste sich aber in Hausarrest begeben. Diese Entscheidung wurde nun revidiert. Das eigentliche Gerichtsverhandlung soll am 16. April fortgesetzt werden.

Die Justiz in Hongkong geht mit harter Hand gegen die demokratischen Kräfte vor. Zuletzt waren etwa der prominente Aktivist Joshua Wong und zwei seiner Mitstreiter zu Haftstrafen verurteilt worden. In dieser Woche war ein 19-Jähriger in Hongkong zu vier Monaten Haft verurteilt worden, weil er die chinesische Flagge entweiht haben soll. 

Weitere Haftstrafen für Hongkonger

Zehn Hongkonger wurden zudem am Mittwoch in der südchinesischen Stadt Shenzhen zu Haftstrafen zwischen sieben Monaten und drei Jahren verurteilt, weil sie aus Angst vor Strafverfolgung durch das neue Sicherheitsgesetz versucht hatten, nach Taiwan zu fliehen. 

Der Erlass des Gesetzes Ende Juni als Reaktion auf die seit einem Jahr anhaltenden Demonstrationen in Hongkong war international auf scharfe Kritik gestoßen. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die Peking als umstürzlerisch, separatistisch, terroristisch oder verschwörerisch ansieht. 

Demonstranten der «Regenschirm»-Bewegung in Hongkong.

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