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Schießerei in Portland - Biden: Trump muss jede Gewalt verurteilen

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US-Präsidentschaftskandidat Biden fordert von Präsident Trump nach erneuten Auseinandersetzungen in Portland, Gewalt aus jeglicher politischen Richtung zu verurteilen.

Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten Joe Biden hält an einem Rednerpult eine Ansprache. Er kritisiert Amtsinhaber Donald Trump bezüglich seiner Deeskalations-Politik
US-Präsidentschaftskandidat Biden kritisiert Amtsinhaber Trump bezüglich seiner Deeskalations-Politik.
Quelle: Reuters (Archiv)

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat im aufgeheizten Klima vor der US-Präsidentenwahl Amtsinhaber Donald Trump aufgefordert, Gewalt aus jeglicher politischer Richtung zu verurteilen. "Schüsse in den Straßen einer großen amerikanischen Stadt sind inakzeptabel. Ich verurteile diese Gewalt unmissverständlich", so Biden.

Biden: Trump heizt Spannungen an

Zuvor hatte Biden Trump bereits vorgeworfen, Spannungen im Land anzuheizen, um mit der Botschaft von "Recht und Ordnung" die Wähler zu mobilisieren. Biden weiter:

Wir dürfen nicht zu einem Land werden, das im Krieg mit sich selbst ist.
Joe Biden, US-Präsidentschaftskandidat

Biden reagiert damit auf die Proteste und Ausschreitungen in der Stadt Portland, wo die Gewalt am Wochenende tödlich eskalierte. Bei Zusammenstößen zwischen Unterstützern von Trump und Protestierenden der Bewegung "Black Lives Matter" wurde am Samstagabend ein Mann erschossen.

Tödliche Schüsse in Portland

Im Stadtzentrum stellten sich Protestierende etwa 600 Fahrzeugen von Trump-Anhängern entgegen und es kam zu Gefechten. Kurz danach fielen die tödlichen Schüsse. Polizeichef Chuck Lovell warnte vor voreiligen Schlüssen über die Hintergründe der Tat.

Zuvor hatte es in Medienberichten geheißen, der erschossene Mann habe eine Baseball-Kappe der rechten Gruppe "Patriot Prayer" getragen. Trump hatte daraufhin den Demokraten abermals vorgeworfen, nichts gegen Gewalt in den Städten am Rande von Protesten zu unternehmen.

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Portland-Bürgermeister kritisiert Trump

Unterdessen griff der von Trump während wochenlanger Proteste ständig kritisierte Bürgermeister von Portland, Ted Wheeler, den Präsidenten mit scharfen Worten an. "Sie sind es, der Hass und Spaltung geschaffen hat", sagte er bei einer Pressekonferenz. "Was Amerika braucht, ist, dass Sie gestoppt werden."

Trump reagierte wenige Minuten später und bezeichnete Wheeler unter anderem als "verrückt" und "Dummkopf" in einer Serie von Tweets. "Stärke ist der einzige Weg, die Gewalt in den von Demokraten geführten Städten mit hoher Kriminalität zu stoppen."

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Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Polizeigewahrsam in Minneapolis im Mai hat sich Portland zu einem Brennpunkt der US-weiten Unruhen entwickelt. Proteste endeten dort oftmals in Plünderungen und Gewalt, hunderte Demonstranten sind festgenommen worden.

Trump in Kenosha nicht willkommen

Es wurde erwartet, dass Trump seine Botschaft von "Recht und Ordnung" auch nach Kenosha (Bundesstaat Wisconsin) bringt, wo er am Dienstag hinreisen wollte. Dort war der Schwarze Jacob Blake kürzlich von Polizisten sieben Mal in den Rücken geschossen worden.Trump wollte Polizisten treffen und den Schaden in der Stadt begutachten, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin, Tony Evers, hat Präsident Donald Trump unterdessen aufgerufen, seinen Besuch in der von Protesten erschütterten Stadt Kenosha abzusagen. "Ich bin besorgt, dass ihre Anwesenheit unsere Heilung nur behindern wird", schrieb Evers in einem in der Nacht zum Montag veröffentlichten Brief.

Wisconsins Gouverneur Tony Evers hat US-Präsident Trump gebeten, seinen Besuch in Kenosha zu überdenken. Seit den Polizeischüssen auf den Schwarzen Jacob Blake gibt es Proteste.

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