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Bekannter Sprachkritiker : Journalist Wolf Schneider ist tot

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Der wohl bekannteste deutsche Sprachkritiker ist tot. Journalist Wolf Schneider starb im Alter von 97 Jahren. Das bestätigte die Henri-Nannen-Schule ZDFheute.

Wolf Schneider bei der Aufzeichnung der ZDF-Talkshow Markus Lanz im Studio Stahltwiete in Hamburg, 14.05.2014
Wolf Schneider veröffentlichte zahlreiche Bücher zu den Themen Sprache und Journalismus.
Quelle: imago

Seine Bücher waren Bestseller, seine Urteile über Verirrungen der deutschen Sprache waren klar und eindeutig. Wolf Schneider, bekannter Journalist, Moderator und Sprachkritiker, ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 97 Jahren im oberbayerischen Starnberg. Die Henri-Nannen-Schule bestätigte gegenüber ZDFheute den Tod ihres ehemaligen Leiters und berief sich dabei auf seine Familie.

Schneider - "Feind fauler Kompromisse"

Schneider habe "als Feind des faulen Kompromisses, als Zuspitzer und Unnachsichtiger" "Hunderte von Schülerinnen und Schüler (und eben nicht: Schüler:innen) geprägt und ihre Leben verändert" twitterte die Journalistenschule. Er sei ein kluger, strenger, mutiger Lehrer" gewesen, "an dessen Schärfe sich viele schärfen konnten".

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Mit Lehrsätzen wie "Qualität kommt von Qual" prägte Wolf Schneider die Ausbildung an der Hamburger Henri-Nannen-Schule, die er seit der Gründung 1979 16 Jahre lang leitete. 1995 gab er die Leitung der Schule an Ingrid Kolb ab.

Ab 1995 wurde Schneider zunehmend als Sprachkritiker bekannt. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu den Themen Sprache und Journalismus. Seine Werke "Deutsch für Profis" und "Deutsch für Kenner" wurden zu Standardwerken. Bei vielen angehenden Journalistinnen und Journalisten galten solche Titel jahrzehntelang als Pflichtlektüre, aber auch außerhalb der Medienbranche verkauften sich seine Attacken auf Blähwörter, unnötige Anglizismen, Satzungetüme und geschwurbelte Formulierungen bestens.

Großer Lehrer - mit Rückschlägen

Schneider, geboren 1925 in Erfurt, wurde 97 Jahre alt. Seine journalistische Laufbahn startete er als Übersetzer bei der "Neuen Zeitung" der amerikanischen Militärregierung nach dem Zweiten Weltkrieg in München.

Später wechselte er zur Nachrichtenagentur AP, danach zur "Süddeutschen Zeitung". Dort war er Leiter der Nachrichtenredaktion, häufiger Autor der "Streiflicht"-Kolumne, dann Washington-Korrespondent.

Die größte Zurückweisung als Journalist erfuhr Schneider - nach Stationen bei "SZ" und "Stern" - 1974: Verleger Axel Springer setzte ihn nach nur einem Jahr als Chefredakteur der "Welt" ab.

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