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Ölpest in Kalifornien - Küstenwache: Riss in Pipeline schon älter

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Die leckgeschlagene Öl-Pipeline vor der Küste Südkaliforniens könnte laut US-Küstenwache schon vor Monaten beschädigt worden sein. Schuld war wohl ein Schiffsanker.

Am Strand in Newport Beach.
Strand in Newport Beach: Ölverklebte Tiere werden angespült.
Quelle: Ringo H.W. Chiu/AP/dpa

Eine geborstene Ölpipeline vor der Küste Kaliforniens ist vermutlich bereits länger beschädigt als bislang bekannt. Wie die US-Küstenwache am Freitag (Ortszeit) erklärte, könnte der Riss in der Leitung bereits vor "mehreren Monaten bis zu einem Jahr" entstanden sein. Seitdem sind Hunderttausende Liter Öl ins Meer vor der Küste von Huntington Beach südlich von Los Angeles entwichen. Der Schaden könnte demnach durch Schiffsanker verursacht worden sein.

24 Kilometer Strand zwischen Huntington Beach und Laguna Beach gesperrt

Die US-Behörden hatten die Ölpest Anfang des Monats entdeckt, als mit Öl verklebte Fische und Vögel angespült wurden. Seitdem sind Hunderte Menschen im Einsatz, um den Ölteppich zu beseitigen. Insgesamt 24 Kilometer des für Surfer und Delfine bekannten Küstenstreifens zwischen Huntington Beach und Laguna Beach mussten gesperrt werden. Unterdessen geht die Suche nach der Ursache und den Schuldigen weiter.

Rund 550.000 Liter Öl sollen ausgelaufen sein, mehrere Strände wurden gesperrt.

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Eine Untersuchung ergab, dass die Ölleitung am Meeresboden lang geschleift wurde, und zwar bis zu 30 Meter an der Stelle der größten Verformung. Aufnahmen der beschädigten Ölpipeline zeigten laut Küstenwache zudem "marines Wachstum" rund um den etwa 30 Zentimeter breiten Spalt in der Leitung. Dies gab den Ermittlern einen Hinweis darauf, wie lange die Leitung schon beschädigt ist.

Mehrere Schiffe könnten Ölpipeline mitgeschleift haben

Kapitän Jason Neubauer von der US-Küstenwache zufolge könnten mehrere Schiffe die Leitung mitgeschleift haben. Der Riss könnte sich dann im Laufe der Zeit immer weiter ausgedehnt haben. Bei einer routinemäßigen Inspektion im Oktober vergangenen Jahres seien aber keine Schäden entdeckt worden. "Wir werden daher jede Schiffsbewegung über dieser Pipeline und ihrer Umgebung im vergangenen Jahr untersuchen", sagte Neubauer.

Flecken eines Ölteppichs spülen an den Strand südlich des Piers in Huntington Beach, Kalifornien.

Defekte Pipeline - Schwere Ölverschmutzung in Südkalifornien 

Vor Südkaliforniens Küste hat sich wegen eines Pipeline-Lecks ein Ölteppich gebildet. Mehr als 570.000 Liter Rohöl traten aus, Strände sind gesperrt, Tiere und Umwelt in Gefahr.

Die nahe gelegenen Containerhäfen von Los Angeles und Long Beach gehören zu den am stärksten frequentierten Häfen der Welt. Wegen eines durch die Pandemie ausgelösten Staus mussten Dutzende große Schiffen gleichzeitig auf See vor Anker liegen, während sie auf einen freien Liegeplatz in einem der Häfen warteten. Die Ermittler wollen nun anhand von Satellitenbildern und Funksprüchen prüfen, ob Anker an der falschen Stelle geworfen wurden.

Eine weitere Möglichkeit ist demnach, dass Schiffe, die in dem Gebiet vor Anker lagen, während eines schweren Sturms im Januar aus ihrer Verankerung gerissen wurden und der Anker auf dem Grund schleifte. Eine andere Möglichkeit wären Erdbeben.

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