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Ursache noch ungeklärt - Massenhaftes Tiersterben in Kamtschatka

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An der Küste Kamtschatkas werden massenhaft tote Tiere angespült. Während Greenpeace Verschmutzung durch Erdöl als Ursache vermutet, sind die Behörden vorerst noch vorsichtiger.

Tiersterben an der Küste der Halbinsel Kamtschatka; Petropawlowsk-Kamtschatski, Russland; 05.10.2020
Sind in Kamtschatka giftige Substanzen ins Wasser gelangt?
Quelle: dpa

Nach dem massenhaften Tiersterben an der Küste der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands suchen die Behörden weiter nach den Gründen. Eine Version sei, dass giftige Substanzen ins Wasser gelangt seien, sagte der Gouverneur der Region, Wladimir Solodow, in der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski der Staatsagentur Tass zufolge.

"Was genau, das müssen wir jetzt herausfinden - auch ob diese Version überhaupt stimmt." Es könnten genauso gut natürliche Phänomene wie Algen oder Vulkane dafür verantwortlich sein.

Auch Menschen mit Beschwerden nach Tiersterben in Kamtschatka

Nach Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden haben sich mindestens neun Menschen mit Beschwerden an Ärzte gewandt. Die hätten von Rötungen und einem Schleier vor Augen berichtet. Die Mediziner hätten Verätzungen der Hornhaut ersten Grades diagnostiziert. Bereits vor drei Wochen hatten Surfer an der Küste vor Kamtschatka über Augenschmerzen, kurzfristigen Sehverlust, Erbrechen und Husten geklagt.

In der vergangenen Woche waren dann Hunderte tote Meerestiere an die Strände gespült worden. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach von einer ökologischen Katastrophe. Das Meerwasser habe seine Farbe verändert. Zudem sei in Wasserproben eine hohe Konzentration von Erdölprodukten und Phenol festgestellt worden, berichteten die Umweltschützer.

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Behörden: Möglicherweise Sturm Ursache für Tiersterben in Kamtschatka

In einem Video von Greenpeace waren tote Robben, Kraken und Fische an den Stränden zu sehen. Die Behörden wiederum veröffentlichten am Wochenende ein Video von sauberen Stränden und spekulierten darüber, dass möglicherweise ein Sturm Ursache gewesen sein könnte.

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Am Sonntag wurden 250 Kilogramm Proben mit Wasser, Sand und Mikroorganismen zu einer Untersuchung nach Moskau gebracht. Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.

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von Mark Hugo
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