Sie sind hier:

Zwei Demonstranten getötet - Kenosha: 17-Jähriger unter Mordverdacht

Datum:

Er gehört möglicherweise einer weißen Bürgerwehr an und soll bei den Anti-Rassismus-Protesten zwei Menschen getötet haben: In Kenosha steht ein 17-Jähriger unter Mordverdacht.

Nach den tödlichen Schüssen auf zwei Menschen am Rande einer Demonstration in der Stadt Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin ist ein 17-jähriger Tatverdächtiger festgenommen worden. Er stehe unter Mordverdacht, sagte Polizeichef Norman Johnson. Er gehöre möglicherweise einer weißen Bürgerwehr an.

Im Internet kursierte ein Handyvideo, in dem ein junger weißer Mann zu sehen war, der mitten auf der Straße mit einem halbautomatischen Gewehr das Feuer eröffnet. "Ich habe gerade jemanden umgebracht", sagt er in der Aufnahme. Augenzeugen zufolge erschoss er zuerst eine Person, wurde dann beinahe von Umstehenden überwältigt und feuerte dann wild um sich. Eine dritte Person wurde verwundet.

Justizministerium schickt Bundespolizei nach Kenosha

Insgesamt spitzt sich die Lage in der Stadt nach den Polizeischüssen auf den Afroamerikaner Jacob Blake weiter zu. Nach tagelangen Protesten gegen Polizeigewalt hat das US-Justizministerium mehr als 200 Mitarbeiter des FBI, der Bundespolizeibehörde ATF und des US-Marshals Service (USMS) nach Wisconsin entsandt.

Die Maßnahme sei nötig. um die staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden bei der Reaktion auf die Unruhen und Ausschreitungen zu unterstützen", schrieb die Sprecherin des US-Justizministeriums, Kerri Kupec, auf Twitter. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Nationalgarde in den Bundesstaat im Mittleren Westen geschickt.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

In der Stadt kommt es zu teils gewaltsamen Ausschreitungen, seit ein Polizist am Sonntag während der Festnahme dem 29-jährigen Jacob Blake mehrfach aus nächster Distanz in den Rücken geschossen hatte.

Generalstaatsanwalt: Blake hatte Messer im Auto

Von den Ermittlungsbehörden kamen unterdessen neue Informationen zu dem Polizeieinsatz, die Auswirkungen auf die Entwicklung des Falls haben könnten. Blake habe ein Messer in seinem Fahrzeug gehabt, sagte der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Wisconsin, Joshua Kaul.

Das Messer sei auf dem Boden des Innenraums auf der Fahrerseite sichergestellt worden. Der Mann habe den Polizisten zuvor "zu einem bestimmten Zeitpunkt" gesagt, dass er ein Messer habe, sagte Kaul. In dem Auto seien keine weiteren Waffen gefunden worden.

Trump: Amerikaner vor Gesetzlosigkeit schützen

"Präsident Trump verurteilt Gewalt in jeglicher Form und glaubt, dass wir alle Amerikaner vor Chaos und Gesetzlosigkeit schützen müssen", sagte Kayleigh McEnany, Sprecherin des Weißen Hauses am Mittwoch. Daher seien rund 1.000 Soldaten der Nationalgarde und über 200 Strafverfolgungsbeamte, darunter Agenten des FBI, zur Ünterstützung auf dem Weg in die Stadt Kenosha, ergänzte McEnany.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden forderte Gerechtigkeit und ein Ende der Gewalt. Biden sprach am Mittwoch mit der Familie Blakes und rief zu ausschließlich friedlichen Protesten auf.

Was ich in diesem Video gesehen habe, macht mich krank.
Joe Biden, US-Präsidentschaftskandidat
Der Verteidiger der Detroit Lions, Trey Flowers, bei einer Presskonferenz außerhalb ihres Trainingsgeländes. Auch das Football-Team der Detroit Lions protestierte gegen die Schüsse auf Jacob Blake.

Schüsse auf Afroamerikaner - Mutter von Jacob Blake: Protestiert friedlich 

Die Mutter des in den USA durch Polizeischüsse schwer verletzten Afroamerikaners Jacob Blake hat zu friedlichen Protesten aufgerufen - auch im Sinne ihres Sohnes.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.