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Wahre Verbrechen : Die erste Kindesentführung der BRD

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Es gab bis dahin kein vergleichbares Verbrechen: 1958 wird zum ersten Mal in der Bundesrepublik ein Kind entführt. Ein Siebenjähriger geht zum Spielen raus und verschwindet.

Sehen Sie hier die Kurz-Doku über dieses wahre Verbrechen.

Beitragslänge:
9 min
Datum:

Am 15. April 1958 verschwindet Joachim - ein aufgeweckter Junge, der recht behütet in Stuttgart-Degerloch bei seinem Vater, einem wohlhabenden Textilkaufmann, aufwächst. Der 15. April ist der Tag vor Joachims Einschulung. Gegen 11 Uhr verlässt der Siebenjährige die Wohnung seines Vaters.

Foto des entführten 7-jährigen Joachim Göhner
Was ist mit dem siebenjährigen Joachim Göhner geschehen?

Die Stuttgarter Polizei nimmt die wenige Stunden später durch Joachims Vater René Göhner erstattete Vermisstenanzeige gleich sehr ernst. Zeitnah gibt es eine Suchaktion in den Waldgebieten entlang der Filderebene. Was kann mit Joachim geschehen sein?

Die Frage klärt sich etwa 36 Stunden nach dem Verschwinden des Jungen. Kurz nach Mitternacht meldet sich ein unbekannter Anrufer bei Joachims Vater: Er habe den Siebenjährigen entführt. Der Täter fordert 15.000 Mark Lösegeld und: keine Polizei. Doch René Göhner vertraut sich den Beamten an.

Wer ist der unbekannte Entführer?

Die Beamten rechnen mit weiteren Anrufen des Täters bei Joachims Vater. Mit der Hilfe des Fernmeldeamts der Post wird eine Fangschaltung eingerichtet. Über sie ist es möglich, den Ausgangspunkt des Täter-Anrufs zu ermitteln. Zur damaligen Zeit allerdings eine technische Herausforderung.

Schaltplan aus der Polizeiakte zur Fangschaltung im Entführungsfall Göhner
Aus der Polizeiakte: Für die Einrichtung der Telefonfangschaltung wurde eigens ein Einsatzplan erstellt.

Joachims Vater tut alles, um seinen Jungen wiederzusehen. Mit Hilfe der Polizei besorgt er über ein Darlehen bei der Stadt die 15.000 Mark - doch zur Übergabe des Geldes kommt es letztlich nicht.

Das Geldpaket wurde von dem Täter nie abgeholt.
Michael Kühner, langjähriger Mordermittler

Am 22. April, genau eine Woche nach dem Verschwinden, werden im Stuttgarter Haldenwald die schlimmsten Befürchtungen Wirklichkeit: Joachim ist tot. Jetzt suchen die Beamten nicht nur nach einem Entführer, sondern nach einem Mörder. Können sie den Verantwortlichen für die Taten überführen?

Die Auflösung des Kriminalfalls sehen Sie oben in der Kurz-Dokumentation.

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