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Welttag gegen Kinderarbeit : Pandemie stürzt Millionen Kinder ins Elend

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Sie müssen in Minen schuften, auf Müllhalden oder Plantagen: Laut Unicef werden 160 Millionen Kinder zu schwerer Arbeit gedrängt. Die Covid-Pandemie verschärft einen Negativtrend.

Kinderarbeit ist weltweit ein Problem. Treibender Faktor: Armut in vielen Ländern. Am Tag gegen Kinderarbeit fordert Entwicklungsministerin Schulze daher ein EU-Lieferkettengesetz.

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Statt eine Schule besuchen zu können, werden weltweit etwa 160 Millionen Mädchen und Jungen zu Schwerstarbeit gedrängt und ausgebeutet - etwa in Bergwerken, Steinbrüchen oder auf Plantagen.

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Pandemiefolgen führen zu mehr Kinderarbeit in der Welt

Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef, könnten durch die Covid-19-Pandemie und damit verbundene wachsende Armut weitere neun Millionen Kinder zu schwerer Arbeit gezwungen werden.    

Christian Schneider, Geschäftsführer von Unicef Deutschland, warnte anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit an diesem Sonntag:

Das Ziel der Weltgemeinschaft, Kinderarbeit bis 2025 zu beseitigen, rückt in weite Ferne, wenn wir jetzt nicht massiv gegensteuern.
Christian Schneider, Unicef-Geschäftsführer
Der zwölfjährige Joel Rivera posiert für ein Foto nach der Arbeit beim Schneiden von Zuckerrohr auf einer Plantage in El Salvador (Archiv 2004)
FAQ

Report von ILO und Unicef - Kinderarbeit nimmt erstmals seit 20 Jahren zu 

Erstmals seit zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Kinderarbeiter*innen gestiegen. Millionen weitere Kinder könnten durch die Corona-Krise in Kinderarbeit abrutschen. Ein Überblick.

von Katharina Schuster

Er fordert Regierungen, Unternehmen und Konsumenten gleichermaßen dazu auf, mehr in den Kindesschutz zu investieren. Dagegen zeichnet sich derzeit ein Negativtrend ab.

Denn bereits vor der Pandemie seien die Fortschritte beim Kampf gegen Kinderarbeit ins Stocken geraten, berichtet Unicef.

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Weltweit muss fast jeder zehnte Junge im Alter zwischen fünf und elf Jahren für seinen Lebensunterhalt arbeiten und teils gefährliche Tätigkeiten ausüben.

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Laut Vereinten Nationen hat die Kinderarbeit in Zeiten der Corona-Pandemie vor allem im "Subsahara-Afrika" deutlich zugenommen.

Zwei Jahre Schulschließung in Uganda verheerend

Beispiel Uganda: In einem der ärmsten Länder der Welt haben laut Unicef vor der Pandemie 21 Prozent der Kinder arbeiten müssen - inzwischen sind es 36 Prozent. Um das Ausmaß in Ansätzen zu ermessen: In Uganda ist fast jeder zweite der geschätzt 44 Millionen Einwohner unter 15 Jahren alt.

Anika Malkus arbeitet für die Welthungerhilfe in Uganda. Im Gespräch mit ZDFheute sagt sie:

Während der Pandemie waren die Schulen in Uganda zwei Jahre lang komplett geschlossen. Nach dieser langen Zeit sind in einigen Regionen bis zu 60 Prozent der Mädchen nicht in die Schulen zurückgekehrt.
Anika Malkus, Projektmanagerin der Welthungerhilfe

Ein bisschen Mathe zum Feilschen - mehr Bildung ist für Rehan nicht drin. Corona holt Indiens Kinder aus der Schule und treibt sie in die Arbeit.

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Ein Großteil der Kinder arbeitet in der Landwirtschaft; in Städten verkaufen sie Obst und Gemüse oder Produkte wie Sonnenbrillen und Masken, sie sammeln Müll oder stehen an Straßenkreuzungen und putzen Autoscheiben.

"Da sind zum Teil auch schon sehr kleine Kinder im Vorschulalter dabei", sagt Malkus. "Das Geld, das sie mit ihrer Arbeit verdienen, müssen sie größtenteils abgeben an jene, die sie beschäftigen." Für die Kinder selbst bleibe kaum etwas übrig.

Die Corona-Pandemie hat weltweit zusätzlich 100 Millionen Kinder in Armut gestürzt – zehn Prozent mehr als 2019. Dies geht aus einer Studie des UN-Kinderhilfswerks Unicef hervor.

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Zehnjährige Mädchen auf Märkten verkauft

Am härtesten treffe es Mädchen. Malkus berichtet von Märkten, "auf denen Mädchen zum Teil im Alter von zehn Jahren verkauft werden - sie landen dann irgendwo in der Kinderarbeit oder werden zwangsverheiratet".

In anderen afrikanischen Staaten werden Mädchen und vor allem Jungen als Kindersoldaten missbraucht. Die Vereinten Nationen zählen dies neben Sklaverei, Kinderprostitution oder dem Missbrauch als Drogenkuriere als "schlimmste Formen der Kinderarbeit".

Durch den Krieg in der Ukraine sind laut Unicef hunderttausende Kinder vom Hungertod bedroht. Grund dafür ist der steigende Preis für die lebensrettende Spezial-Nahrung.

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70 Prozent der Kinder arbeiten in der Landwirtschaft

Global betrachtet arbeiten die meisten Kinder in der Landwirtschaft, in der Industrie oder als Hilfskräfte im Dienstleistungssektor:

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79 Millionen der dort arbeitenden Mädchen und Jungen leiden Unicef zufolge unter Arbeitsbedingungen, "die gefährlich oder ausbeuterisch" sind.

Unicef nimmt Unternehmen in die Pflicht

Unicef hebt deshalb die wichtige Rolle von Unternehmen für das Überwinden von missbräuchlicher Kinderarbeit hervor und ruft Unternehmen zu fairem Einkaufsverhalten, fairen Löhnen und familienfreundlichen Strukturen auf.

Zudem sollten große Wirtschaftsbetriebe in Programme investieren, die Schul- und Ausbildung von Kindern fördern. Für eine Zukunftschance der Mädchen und Jungen.

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