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Auf der Suche nach Drachenbabys : "Dragomino" ist Kinderbrettspiel des Jahres

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Das Brettspiel "Dragomino" wurde zum Kinderspiel des Jahres 2021 gewählt worden. Bei dem bunten Legespiel reisen die kleinen Spieler als Drachenforscher auf geheimnisvolle Inseln.

Hamburg: Zwei Kinder spielen das Brettspiel "Dragomino".
Das Brettspiel "Dragomino" ist eine Adaption des Erwachsenenspiels "Kingdomino".
Quelle: dpa

Niedliche Drachenbabys, eine schnell verstehbare Legetechnik und kindgerechter Wettbewerb ohne Langeweile - mit diesen Elementen hat das Brettspiel "Dragomino" von Pegasus-Spiele Kinder, Familien und Experten überzeugt. Das Legespiel von den Autoren Bruno Cathala sowie Marie und Wilfried Fort ist zum Kinderspiel des Jahres 2021 gekürt worden.

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Adaption des Erwachsenenspiels "Kingdomino"

Erwachsenen kann das Spiel dabei vertraut vorkommen - es ist eine Adaption des beliebten Spiels "Kingdomino", das 2017 Spiel des Jahres wurde.

"Dragomino" habe dabei vor allem mit seiner ganz niedrigen Einstiegsschwelle für kleinere Kinder überzeugt, sagte Jury-Koordinator Christoph Schlewinski vom Verein Kinderspiel des Jahres am Montag bei der Online-Verleihung in Bielefeld.

Denn Plättchen so aneinander legen, dass es farblich passt, ist für ab fünf Jahre genau richtig.
Christoph Schlewinski vom Verein Kinderspiel des Jahres

Das Spiel habe zudem ein tolles Gesamtpaket aus einem klassischen Spiele-Mechanismus, der völlig kindgerecht aufgebaut wird und ihnen dabei eine spannende und immer wieder neue Geschichte erzähle, ergänzte Jury-Mitglied Stefan Gohlisch.

Reise in die Abenteuerwelt der Drachen

Bei "Dragomino" müssen die Spieler mit Legekarten eine eigene kleine Insel aus verschiedenen Landschaften bauen. Treffen zwei Landschaften aufeinander, haben sie sich ein Drachenei verdient. Darin kann ein kleines Drachenbaby - die bringen die Punkte - oder ein leeres Ei sein. Dabei lassen sich Kinder auch gern von den niedlich, gezeichneten Drachenkindern begeistern. Zudem können die Kleinen "Dragomino" schon schnell auch ohne Erwachsene spielen.

Kinder lieben Drachen. Sie lieben aber auch Ritter. Aber eigentlich lieben sie alles - wenn es schön gemacht ist.
Christoph Schlewinski

Nominiert für den Kritikerpreis waren zudem die Spiele "Fabelwelten" (Marie und Wilfried Fort/Lifestyle Boardgames) und "Mia London" (Antoine Bauza und Corentin Lebrat/Scorpion Masqué). "Fabelwelten" ist ein kreatives Gute-Nacht-Spiel, das erzählend in eine Märchenwelt entführt, in der die Kinder die tierischen Helden mitbestimmen können.

"Mia London" ist dagegen eine spannende Detektivjagd auf der Suche nach einem Gauner mit ganz bestimmten Merkmalen, bei der durchaus auch Erwachsene ihre Merkfähigkeit gut testen können.

Durch Corona wenig neue Spiele veröffentlicht

Insgesamt hatte die Jury aus Fachjournalisten gemeinsam mit Kindern und Familien rund 100 Spiele für Drei- bis Achtjährige mehrfach gespielt und begutachtet. Und damit deutlich weniger als in den vergangenen Jahren.

In der Corona-Zeit hätten die Verlage vermehrt ihre Klassiker neu aufgelegt, statt neue Spiele zu veröffentlichen. Der Verein hatte für das "Kinderspiel des Jahres 2019" noch 160 Spiele getestet, für das "Kinderspiel des Jahres 2020" waren es 125. In diesem Jahr ist der Preis zum 20. Mal verliehen worden.

Spiele-Lust beim Publikum hat zugenommen

Gleichzeitig sei der Jahrgang 2020 bei den neuen Kinderspielen "überraschend stark" gewesen. "Wir hatten überhaupt kein Problem, unsere Listen zu füllen", so Schlewinski. Seiner Meinung nach haben Brettspiele in der Corona-Zeit viele neue Liebhaber gefunden.

Das Brettspiel an sich hat durch die Corona-Zeit eine höhere Bedeutung bekommen.
Christoph Schlewinski

Auch Familien würden wieder mehr miteinander spielen. Dem Verbund der wichtigsten deutschen Spieleverlage zufolge hat sich der Absatz bei den Kinderspielen in 2020 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent erhöht.

Zudem habe das gemeinsame Spielen auch einen gesellschaftlichen Effekt, ist Schlewinski überzeugt. "Je häufiger sich Menschen zusammen an einen Tisch setzen und spielen, desto häufiger erleben wir Spielen als starke Waffe gegen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und demokratiefeindliches Gedankengut. Denn beim Spielen geht es nie um das, was uns trennt, sondern immer um das, was uns verbindet."

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