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Missbrauch in der Kirche - Mitgründerinnen von Maria 2.0 treten aus

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2019 hatten die beiden Frauen Maria 2.0 mitgegründet. Die Initiative fordert unter anderem die Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche. Aus dieser sind sie nun ausgetreten.

Lisa Kötter von der Initiative Maria 2.0. Archivbild
Lisa Kötter von der Initiative Maria 2.0
Quelle: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Zwei Mitgründerinnen der katholischen Frauen-Reforminitiative Maria 2.0 treten aus der Kirche aus. Lisa Kötter und Andrea Voß-Frick ärgerten sich über sexuellen Missbrauch durch Priester und die Vertuschung von Taten, berichtete der WDR.

Im Hörfunkprogramm des Senders erklärten die Frauen, dass sie sich immer mehr fragten, ob eine Mitgliedschaft nicht auch Komplizenschaft bedeute. "Als wir Maria 2.0 gegründet haben, haben wir wirklich gedacht, das geschlossene System der römischen Kirche wird endlich einen Riss bekommen und dieser Riss wird größer werden", so Kötter. "Und diese Hoffnung habe ich verloren", konstatierte sie.

Mitgründerinnen wollen sich weiter bei Maria 2.0 engagieren

Sie könnte die Zugehörigkeit zur Kirche nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren, sagte Voß-Frick. Beide wollten sich aber weiterhin für Maria 2.0 engagieren. "Die Solidarität mit denen weltweit, die von der Kirche verletzt werden, die bleibt ja", sagt Kötter. "Deswegen werde ich mich auch mit Maria 2.0 weiter bewegen auf diesem Weg."

Vor rund zwei Jahren hatten Kötter und Voss-Frick Maria 2.0 in Münster mitgegründet. Die Initiative fordert unter anderem die Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche sowie die Priesterweihe auch für Frauen.

"Es muss sich etwas ändern, es gibt eklatante Misstände in der katholischen Kirche, die Menschen laufen uns davon", sagt Mechthild Exner-Herforth, Sprecherin „Maria 2.0“.

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6 min
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