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Viele Kinder "nicht kindgerecht" betreut

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Studie zu Kitas - Viele Kinder "nicht kindgerecht" betreut

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Große Gruppen, oft wenig Personal und große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Eine Bertelsmann-Studie offenbart große Defizite beim Kita-Ausbau - schon vor der Corona-Krise.

Die Betreuungsqualität in deutschen Kindergärten sei einer Studie der Stiftung zufolge oft unzureichend. Familienministerin Giffey widerspricht der Kritik.

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Das Kita-Angebot wurde in Deutschland in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Die Qualität der Betreuung in den Kindertagesstätten und -krippen hinkt diesem Ausbau aber massiv hinterher.

Das ist das Ergebnis des diesjährigen "Ländermonitors Frühkindliche Bildung" der Bertelsmann-Stiftung.

Gruppengrößen höher als die Empfehlungen

Derzeit kommen auf eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft rechnerisch 4,2 ganztags betreute Krippenkinder unter drei Jahren oder 8,8 ältere Kindergartenkinder. Nach wissenschaftlichen Empfehlungen sollte eine Erzieherin für höchstens drei Kleinkinder oder 7,5 Kinder über drei Jahren zuständig sein.

Auch die Gruppengröße entspreche in vielen Fällen nicht den Empfehlungen, hieß es. Sie sollte im U3-Bereich nicht mehr als zwölf Kinder und bei den Älteren nicht mehr als 18 umfassen. Über die Hälfte (54 Prozent) der in Deutschland amtlich erfassten Kita-Gruppen lägen darüber. Angesichts der schlechten Rahmenbedingungen fühlten sich die Kita-Teams überfordert.

Eltern in Nordrhein-Westfalen atmen auf. Alle Kinder in NRW können seit heute wieder im Regelbetrieb in ihre Kita. Um ein mögliches Infektionsgeschehen besser kontrollieren zu können, dürfen sich Erzieher*innen freiwillig auf Corona testen lassen – …

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Nur leichte Verbesserung im Vergleich zu 2013

Zwar stellen die Studienautoren eine Verbesserung zu 2013 fest, als eine Erzieherin für durchschnittlich 4,6 Krippen- oder 9,6 Kindergartenkinder zuständig war. Doch auch sieben Jahre später werde ein kindgerechtes Betreuungsverhältnis immer noch selten erreicht, heißt es.

Der bundesweite Ländervergleich offenbart große regionale Unterschiede. So war laut der Studie im Jahr 2019 in Mecklenburg-Vorpommern eine Erziehungskraft im Schnitt für drei Kinder mehr zuständig als in Bremen - sechs verglichen mit drei Kindern. Bei dem Betreuungsschlüssel der älteren Kinder schnitt Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls am schlechtesten ab (12,9 Kinder je Betreuer).

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Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

In Nordrhein-Westfalen seien 70 Prozent der Kita-Gruppen zu groß, schreibt die Studie. Schlechter schneidet nur Niedersachsen (78 Prozent) ab. In den fünf ostdeutschen Bundesländern ist das durchschnittlich nur bei einem Drittel (32 Prozent) der Kita-Gruppen der Fall.

Die Studie offenbart zudem qualitative Unterschiede beim Kita-Personal in Ost- und Westdeutschland: In den neuen Bundesländern ist der Anteil der ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher mit 82 Prozent um 16 Prozentpunkte höher als im Westen (66 Prozent).

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