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Neue Klimaprognose - 2,4 Grad Erderwärmung bis 2100

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Neue Prognosen des Climate Action Tracker zeigen: Auch wenn alle Staaten ihre Klimaschutz-Ziele bis 2030 umsetzen, erwärmt sich die Erde bis 2100 um etwa 2,4 Grad.

Großbritannien, Glasgow: Klimaaktivisten des Plant Based Treaty tragen während des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow eine aufblasbare Kuh über den George Square.
Klimaaktivisten des Plant Based Treaty tragen während des UN-Klimagipfels COP26 in Glasgow eine aufblasbare Kuh über den George Square. Seit Tagen finden in Glasgow Proteste statt, die Politiker und Politikerinnen zu mehr Durchgreifen in Sachen Klimaschutz bewegen wollen.
Quelle: dpa

Wenn die Zusagen aller Staaten zum Klimaschutz für das Jahr 2030 umgesetzt werden, klettert die Erderwärmung Forschern zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts immer noch auf etwa 2,4 Grad.
Das zeigen neue Prognosen des Climate Action Tracker (CAT), die am Dienstag auf der Weltklimakonferenz in Glasgow veröffentlicht wurden. Wenn man nur betrachtet, was die Staaten jetzt tun, und weitere Ankündigungen ausblendet, steigt die Erderwärmung demnach bis 2100 sogar auf 2,7 Grad.

Tausende Menschen haben im schottischen Glasgow für mehr Tempo beim Klimaschutz demonstriert und konkretere Zusagen gefordert. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg warf den Teilnehmer*innen der Weltklimakonferenz COP26 Untätigkeit vor.

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Den meisten Ländern fehlen Konzepte

Das im Pariser Klimaabkommen von 2015 vereinbarte Ziel ist aber, den Temperaturanstieg auf unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Dafür müssten nach Berechnungen des Weltklimarats bis 2030 die Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase halbiert werden.

Der Aufschwung der Weltwirtschaft nach dem Höhepunkt der Pandemie ist Gift für’s Klima: Weltweit wird wieder soviel CO2 ausgestoßen wie vor der Krise. Tendenz: Eher steigend.

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"Subversion, Sabotage und Selbstsucht" bei COP26

Die CAT-Forscher stellten fest, dass zur Halbzeit der Klimakonferenz in Schottland eine "Glaubwürdigkeitslücke" klaffe zwischen dem, was gesagt, und dem, was getan werde. Auch ein "optimistisches Szenario" von lediglich 1,8 Grad Erwärmung sei denkbar - aber nur, wenn diejenigen Staaten ihre langfristigen Zusagen einhielten, die bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral werden wollen. Dazu fehlten aber den meisten Ländern belastbare, konkrete Konzepte.

Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan nannte die Prognose erschreckend.

Es ist ein niederschmetternder Bericht, der in jeder gesunden Welt Regierungen dazu veranlassen würde, sofort ihre Differenzen beizulegen und mit kompromisslosem Einsatz einen Deal zur Rettung unserer Zukunft auszuarbeiten.
Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan

Stattdessen sehe man auf der COP26 "Subversion, Sabotage und Selbstsucht" der Mächtigen, während verletzliche Staaten um ihr Leben kämpften und junge Aktivisten nach Gerechtigkeit riefen.

 Rauch steigt aus einer Fabrik auf, während ein mit Autos beladener LKW eine Brücke überquert.
Grafiken

ZDFheute-KlimaRadar - Daten zum Klimawandel im Überblick 

Seit Ende der 1980er Jahre verändert sich das Klima drastisch. Im KlimaRadar von ZDFheute finden Sie einen stets aktuellen Überblick über die wichtigsten Zahlen.

von Michael Hörz, Moritz Zajonz
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