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Kommentar

Erdüberlastungstag : Klimakrise: Keine Zeit mehr zum Ausprobieren

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Die Klimafolgen werden zunehmend drastischer. Am Erdüberlastungstag überschreiten wir die Grenzen des Planeten. Aber auf wessen Kosten leben wir die restlichen Monate des Jahres?

Heute ist sogenannter Erdüberlastungstag. Das heißt, es wurden alle Ressourcen verbraucht, die der Planet in einem Jahr ersetzen kann. Forschende setzen auf innovative Lösungen.

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Antonio Guterres sagt: "Klimaaktivisten werden manchmal als gefährliche Radikale dargestellt, aber die wirklich gefährlichen Radikalen sind Länder, die die Produktion fossiler Brennstoffe steigern." Damit meint er die Länder, Regierungen und Politiker, die ein "Weiter so" wollen. Die Klimakrise greift immer stärker in die Realität der Menschen ein - sie ist schlichtweg die Realität geworden, die die Wissenschaft vor Jahrzehnten projiziert hat. Das ist bitter.

Die vergangenen Bundesregierungen haben den Klimaschutz und die Energiewende nicht umgesetzt, zeitweise sogar blockiert. Die Situation in der Gegenwart ist auf die Versäumnisse und Fehlentscheidungen der Vergangenheit zurückzuführen. Daraus lässt sich für die Zukunft sagen, die Versäumnisse der Gegenwart werden sich noch drastischer manifestieren - denn die Klimakrise, die globale Erhitzung, setzt sich weiter fort und zerstört zunehmend. Der Druck auf die Entscheidungsträger ist enorm und wird weiter wachsen.

Brandenburg-Lage unter Kontrolle - Waldbrände in Sachsen weiten sich aus 

Während sich die Waldbrand-Lage in Brandenburg etwas entspannt, herrscht in der Sächsischen Schweiz weiterhin Katastrophenalarm. Tschechien und Sachsen kooperieren nun enger.

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Trockenheit, Dürre und Brände im Sommer

Eine Szene vor dem Kindergarten: Der Vater versteht seinen etwa vierjährigen Sohn nicht, der wiederholt von "Herbst" spricht, denn warum sollte für den Kleinen der Herbst gerade ein Thema sein? Die Blätter fallen, die Bäume leiden unter Trockenstress und werfen ihre Blätter ab. Es ist aber nicht Herbst. Es ist Sommer – Ende Juli und die Trockenheit setzt den Gräsern, Wäldern und den Bäumen massiv zu. Ausreichender Regen ist nicht in Sicht. Das massive Regendefizit der vergangenen Monate ist kurzfristig sowieso nicht ausgleichbar, zumal sich die Strömungen mittlerweile derart geändert haben, dass der klassische Landregen selten auftritt.

Weltweit sind Trockenheit, gar Dürre und Brände, in den Sommermonaten vielerorts üblich geworden und auch das Jahr 2022 macht keine Ausnahme. Nicht nur in Deutschland brennen die Wälder und Gräser, in vielen anderen Ländern ist die Lage teils noch krasser. In Spanien, Italien oder in Frankreich brennen ganze Landstriche weg. Ernten fallen aus, Flüsse vertrocknen, Menschen hungern und sterben, besonders in den Ländern, die am wenigsten zur Erhitzung des Planeten beigetragen haben.

Rekordhitze, Überflutungen, Dürre: normale Wetterphänomene oder bereits die Folgen des Klimawandels? Die Dokumentation mit Harald Lesch fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung zusammen.

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CO2-Reduktion - und zwar schnell

Die Klimakrise wirkt komplexer in unser Leben hinein als je zuvor. Die Ursache ist das fossile CO2. Das muss rasch verringert werden, dazu haben sich Deutschland und fast alle Staaten verpflichtet. Das Bundesverfassungsgericht hat auch letztes Jahr klargestellt: Wir können nicht über unsere Verhältnisse leben und das auf Kosten zukünftiger Generationen.

In einem Gespräch mit einem Journalisten fällt der Satz: "Aber harte Auseinandersetzungen und Diskussionen sind in der Demokratie entscheidend und gewollt." Klar, sage ich. Aber die Klimakrise ist zu weit fortgeschritten, um ineffiziente Maßnahmen auszuprobieren. Die Technologien für die Energiewende gibt es bereits, die effizienteste ist auszuwählen.

Theo Koll setzt die Klimapolitik in den Kontext.

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Es geht schlichtweg nur noch um Reduktion, darüber müssen wir nicht mehr diskutieren. Das ist wissenschaftlich längst erwiesen und alles andere bremst die Dekarbonisierung aus. Geschwindigkeit und Effizienz spielen jetzt die entscheidende Rolle. Und bisher gibt es einen regelrechten Abgrund zwischen dem, was Staaten planen und was getan werden müsste, um das Klimaabkommen von Paris einzuhalten.

Keine adäquaten Vorschläge aus der Politik

Am Tag der Erdüberlastung ermahnen wir uns selbst, zumindest für einen Tag. Aber mittlerweile ermahnt uns auch die Natur. Trockenheit und Hitze in diesem Jahr - Überflutungen im letzten Jahr und was kommt noch? Die Klimakrise ist die Büchse der Pandora. "Unsicherheit ist nicht unser Freund", hat Michael Mann, einer der wichtigsten Klimawissenschaftler unserer Zeit, gesagt.

Während die Konzentration der Treibhausgase immer weiter ansteigt und Jahr für Jahr neue Rekordstände erreicht, gibt es keine adäquaten Antworten aus der Politik, keine ausreichenden Anpassungsmaßnahmen und keine Ursachenbekämpfung. Stattdessen kommen Vorschläge, die ins vergangene Jahrhundert passen. Die Forderung nach neuen Atomkraftwerken zeigt ganz klar:

Einige Politiker haben nicht begriffen, was Klimaschutz eigentlich heißt.

Der Bau solcher Anlagen würde einfach zu lange dauern. Und wer über Fusionsreaktoren philosophiert, sollte sich noch mal die Fakten dazu anschauen.

Selbst Menschen, die davon überzeugt sind, dass wir dem Klimawandel aktiv entgegenwirken müssen, fällt es oft schwer, Wollen und Tun in Einklang zu bringen.

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Klimakrise ist nur gemeinsam einzudämmen

Noch mal, es geht um Geschwindigkeit und Effizienz: Je weniger Treibhausgase jetzt ausgestoßen werden, desto weniger vermüllen wir unsere Atmosphäre und desto weniger wirken diese Gase. Oder umgekehrt: Lassen wir uns mehr Zeit, sammelt sich das Kohlendioxid weiter an und wirkt über hunderte Jahre.

Die Veränderungen auf unserem Planeten werden radikaler. Wir brauchen neue Regeln, ein anderes, ein neues Miteinander, Gesetze, die dieses Miteinander regeln, und Politik, die an einem Strang zieht. Nur gemeinsam ist die Klimakrise einzudämmen, egoistisches Verhalten verschärft die Krise nur weiter und am Erdüberlastungstag zeigen uns die Klimafolgen weltweit ganz klar auf: Wenn wir nicht handeln, handelt der Planet und er regelt. Nur dieses Handeln ist erbarmungslos.

Heißes Wetter in Thüringen
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ZDFheute-KlimaRadar - Daten zum Klimawandel im Überblick 

Wie hat sich das Klima bereits verändert? Wie könnte es künftig bei Ihnen vor Ort aussehen? Die wichtigsten Zahlen im KlimaRadar von ZDFheute.

von Michael Hörz, Moritz Zajonz
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