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Rot-Kreuz-Bewegung - Schon jetzt 30 Millionen Klimaflüchtlinge

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Die Rot-Kreuz-Bewegung schlägt Alarm: Infolge des Klimawandels sind alleine in diesem Jahr 30 Millionen Menschen weltweit wegen Naturkatastrophen auf der Flucht.

Archiv: Südsudanesische Jungen laufen durchs Wasser nach Regen einem Flüchtlingslager
Flüchtlinge in einem Flüchtlingslager (Archivbild)
Quelle: imago

Schon heute hat der Klimawandel nach Darstellung der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) drastische Auswirkungen auf viele Länder der Erde.

In diesem Jahr seien nach Katastrophen wie Waldbränden, Stürmen, Überschwemmungen oder Dürren weltweit mehr als 30 Millionen Menschen wegen Naturkatastrophen auf der Flucht - und damit dreimal mehr als wegen Konflikten und Gewalt (8,9 Millionen), heißt es in einem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht. Alle 192 nationalen IFRC-Unterorganisationen befassten sich mittlerweile mit klimabedingten Naturkatastrophen.

Millionen Menschen werden künftig klimabedingt ihr Zuhause verlieren und sich auf die Flucht begeben. Das birgt auch politischen Sprengstoff.

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Rot-Kreuz-Bewegung: Klimaflüchtlinge besser unterstützen

Besonders schnell wächst der Bedarf an Hilfe laut Bericht nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in den USA und China. Sowohl die USA (1,7 Millionen) als auch China (5,1 Millionen) gehörten zu den zehn Ländern, in denen im Jahr 2020 die meisten Menschen durch Naturkatastrophen vertrieben wurden. Der vorgelegte Bericht enthält elf detaillierte Fallstudien aus Mosambik, Namibia, Jemen, Irak, Samoa, Tuvalu, Australien, Honduras, Malawi und Fidschi, aber auch aus Deutschland.

Die IFRC fordert von der UN-Klimakonferenz in Glasgow und von allen Regierungen, Systeme zur Verhinderung von Vertreibung aufzubauen und Klimaflüchtlinge besser zu unterstützen. Die internationale Klimafinanzierung müsse mehr tun, um betroffene Gemeinschaften zu stärken. Auch die nationalen Klimapläne und Anpassungsmaßnahmen müssten überarbeitet und ehrgeiziger werden.

Klimakrise in Deutschland

Mit Blick auf Deutschland verwies die Rot-Kreuz-Bewegung auf die Flutkatastrophe, die im Juli dieses Jahres vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen große Zerstörung angerichtet hatte.

Das Deutsche Rote Kreuz schätze, dass etwa 18.000 Menschen in Rheinland-Pfalz und weitere 13.000 bis 18.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen zeitweise ihre Heimatorte verlassen mussten, heißt es in dem Bericht. Alleine in Rheinland-Pfalz benötigten 40.000 Menschen dringend grundlegende Hilfe. 3.000 Freiwillige waren zeitweise für das Rote Kreuz im Einsatz.

Tote, Verletzte, Vermisste, überflutete Dörfer, eingestürzte Häuser: Weite Teile im Westen Deutschlands kämpfen mit den Folgen der schweren Regenfälle.

Beitragslänge:
30 min
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ZDFheute Update

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