Sie sind hier:

Klimabericht : WMO: Wärmste sieben Jahre der Geschichte

Datum:

Die Temperaturen steigen, Weltmeere versauern: Der Klimawandel schreitet laut WMO-Klimabericht weiter voran. Bei mehreren Klimawandel-Indikatoren wurden Höchstwerte gemessen.

vertrocknetes Sonnenblumenfeld
Hitzewellen nehmen zu
Quelle: Imago

Vier wichtige Indikatoren für den Klimawandel haben nach dem neuen Klimazustandsbericht der Weltwetterorganisation der UN (WMO) Höchstwerte erreicht. Das unterstreiche die verheerenden Folgen der menschlichen Aktivitäten für die Ökosysteme, die eigentlich das Überleben der Menschheit sichern sollen, berichtete die WMO am Mittwoch in Genf.

Höchstwerte gab es beim Anstieg des Meeresspiegels, dem Wärmeinhalt der Ozeane, der Versauerung der Meere und der Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre. Dabei handelt es sich vor allem um Kohlendioxid (CO2).

Theo Koll setzt die Klimapolitik in den Kontext.

Beitragslänge:
15 min
Datum:

Bericht: Das bislang heißeste Jahr war 2016

Die WMO bestätigte ihre vorläufige Berechnung, dass die globale Durchschnittstemperatur 2021 etwa 1,1 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850-1900) lag und die vergangenen sieben Jahre die wärmsten waren seit Messbeginn. Sie hatte diese besorgniserregende Entwicklung schon in ihrem vorläufigen Zustandsbericht im Oktober angerissen. Zu dem Zeitpunkt lagen aber noch nicht alle Messwerte vor.

Nach einer WMO-Prognose von vergangener Woche könnte die globale Jahres-Durchschnittstemperatur schon bis 2026 zumindest in einem Jahr mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei fast 50 Prozent. Das bislang heißeste Jahr war 2016 mit 1,2 Grad über vorindustriellem Niveau.

Unser Klima verändert sich vor unseren Augen.
WMO-Chef Petteri Taalas

Die menschengemachten Treibhausgase in der Atmosphäre verhinderten die Wärmestrahlung der Erde ins All, weshalb sich der Planet noch über Generationen aufheizen werde, "wenn nicht Verfahren erfunden werden, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen", sagte WMO-Chef Petteri Taalas.

Gleichwohl, betont die WMO, ist es wichtig, die Menge freigesetzter Treibhausgase jetzt zu reduzieren, um die Erwärmung dauerhaft unter 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau zu halten.

ZDFheute Infografik

Wir integrieren Bilder und andere Daten von Drittanbietern, u.a. die Software von Datawrapper für die Darstellung von ZDFheute Infografiken. Mit Ihrer Zustimmung werden diese angezeigt und die genutzte IP-Adresse dabei an externe Server übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre zukünftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Mein ZDF“ jederzeit widerrufen.

WMO-Chef: Mehr in Katastrophenvorsorge investieren

Taalas betonte, dass die vom Menschen verursachten Treibhausgase den Planeten noch viele Generationen lang erwärmen würden. Stürme, Überschwemmungen, Dürren und andere extreme Wetterereignisse führten zu Vertreibungen vieler Menschen, erklärte der WMO-Chef. Lebensmittel und Trinkwasser würden infolge der Erderwärmung knapper, zudem seien wirtschaftlichen Verlusten in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro zu verzeichnen.

Der Klimawandel steht schon lange als gigantische Herausforderung vor uns. Der Krieg inmitten Europas macht den Kampf dagegen nicht leichter.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Taalas unterstrich, Investitionen in die Katastrophenvorsorge könnten viele Menschenleben retten. Es müsse in dieser Hinsicht noch viel mehr getan werden, wie die Dürrekatastrophe am Horn von Afrika, die jüngsten Überschwemmungen in Südafrika und die extreme Hitze in Indien und Pakistan zeigten.

Frühwarnsysteme seien für die Klimaanpassung von entscheidender Bedeutung, aber nur weniger als die Hälfte der WMO-Mitgliedsstaaten verfügten darüber.

Vier junge Menschen aus vier Ländern Europas. Sie kämpfen für das Klima und fordern mit Blockaden, Klagen und Protesten die Politik heraus. Denn sie wollen endlich gehört werden.

Beitragslänge:
28 min
Datum:

Guterres: Abkehr von fossilen Energieträgern

UN-Generalsekretär António Guterres forderte anlässlich der Veröffentlichung des Berichts eine entschlossene Abkehr vom Verbrauch fossiler Energieträger. "Erneuerbare Energien sind der einzige Weg zu echter Energiesicherheit, stabilen Strompreisen und nachhaltigen Beschäftigungsmöglichkeiten", erklärte Guterres.

Wenn wir gemeinsam handeln, kann die Energiewende das Friedensprojekt des 21. Jahrhunderts sein.
UN-Generalsekretär António Guterres
Heißes Wetter in Thüringen
Grafiken

ZDFheute-KlimaRadar - Daten zum Klimawandel im Überblick 

Wie hat sich das Klima bereits verändert? Wie könnte es künftig bei Ihnen vor Ort aussehen? Die wichtigsten Zahlen im KlimaRadar von ZDFheute.

von Michael Hörz, Moritz Zajonz
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.