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Globaler Klima-Risiko-Index - Extremwetter: Es trifft vor allem arme Länder

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Tropische Stürme richten katastrophale Schäden an - 2019 vor allem in Afrika und in der Karibik. Das zeigt der Klima-Risiko-Index. Aber auch Deutschland leidet unter Extremwetter.

Die Zahl klimabedingter Naturkatastrophen steigt - aber die gefährdetsten Länder bekommen zu wenig Hilfe. Das geht aus dem Klima-Risiko-Index der Organisation Germanwatch hervor.

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Wie stark ist Deutschland betroffen?

Beim letzten Klima-Risiko-Index, den die Umweltorganisation Germanwatch jährlich vorlegt, rangierte Deutschland noch auf Platz 3. Grund war der Hitzesommer 2018. Im aktuellen Index ist es nur noch der 56. Platz - trotz einer immer noch überdurchschnittlichen Hitzeperiode im Sommer 2019. Die Schäden und Opferzahlen waren aber bei weitem nicht so hoch wie im Jahr davor.

Im Langfrist-Index, der die Jahre 2000 bis 2019 betrachtet, liegt Deutschland aber mit Platz 18 weiter vorne als alle anderen europäischen Länder. Insgesamt zählt der Index für diese Zeit 10.700 Todesopfer und einen wirtschaftlichen Schaden von im Schnitt 3,54 Milliarden Euro jährlich - vor allem durch Dürren und Hitzewellen.

Der Klimawandel betrifft uns alle – die ärmsten Länder aber am allermeisten. Beim virtuellen Klimagipfel sichert die Bundeskanzlerin ihnen Unterstützung zu.

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Wer steht im Index ganz oben?

Mosambik, Simbabwe und Malawi liegen auf den Plätzen 1, 2 und 5. Grund ist Zyklon "Idai", der verheerendste Wirbelsturm, der bisher im westlichen indischen Ozean beobachtet wurde. Mehr als 1.100 Menschen starben, vor allem durch Überschwemmungen. Der Schaden wird mit sieben Milliarden US-Dollar beziffert.

Die Bahamas sind an dritter Stelle gelistet - wegen des Hurrikans "Dorian", der mit Windgeschwindigkeiten von 300 Kilometern in der Stunde und starkem Regen auf Land traf. 74 Menschen starben, 13.000 Häuser wurden zerstört. Gleich zwei Taifune bringen Japan auf Platz vier. Der Schaden dort wird auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Was zeigt der Blick auf die letzten 20 Jahre?

Er zeigt, dass vor allem arme Länder in Regionen, die häufig von Stürmen heimgesucht werden, besonders betroffen sind. Die Liste wird von Puerto Rico, Myanmar und Haiti angeführt.

Oft sind es nicht mehr nur einzelne Ereignisse. "Eine Reihe von Ländern wie Haiti, die Philippinen oder Pakistan werden mittlerweile so oft von Wetterextremen heimgesucht, dass sie kaum noch in der Lage sind, sich von den einzelnen Katastrophen zu erholen", sagt Vera Künzel von Germanwatch.

Mit Blick auf den UN-Klimaanpassungsgipfel (Climate Adaption Summit), der am Montagnachmittag beginnt, fordert Germanwatch deshalb mehr Engagement der wohlhabenden Staaten bei der Unterstützung der ärmeren Staaten. "Sie, die am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, benötigen nun dringend finanzielle und technische Unterstützung, um sich soweit wie möglich an deren Folgen anzupassen", sagt David Eckstein von Germanwatch.

Die Erderwärmung verursacht verheerende Schäden. Wie hoch diese sind, wird mithilfe des Klima-Risiko-Index berechnet. Deutschland ist besonders stark betroffen.

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Wie beeinflusst der Klimawandel Wetterextreme?

Nicht alle Extremwetterereignisse sind klar dem Klimawandel zuzuordnen. Der Weltklimarat und auch die Welt-Meteorologen-Organisation (WMO) sehen aber eine Zunahme von Hitzewellen, Dürreperioden und damit verbunden auch schweren Feuern, wie dem in Australien 2019 und 2020.

Durch die Erderwärmung nimmt zwar die Anzahl tropischer Stürme nicht zu. Diese werden aber stärker. Die aufgewärmten Ozeane liefern dafür mehr Energie. Warme Luft nimmt zudem mehr Feuchtigkeit auf, was zu stärkeren Niederschlägen führt.

Mark Hugo ist Redakteur in der ZDF-Umweltredaktion

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