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Potsdam-Institut für Klimafolgen - Klimaforscher: Mehr Hitzewellen und Unwetter

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Die Zahl extrem heißer Tage und heftiger Unwetter im Sommer wird steigen, erwarten Wissenschaftler. Grund: der Klimawandel.

Menschen baden am Timmendorfer Strand. Symbolbild
Mehrere mehrtägige Hitzewellen im Jahr - diese Entwicklung werde sich wohl fortsetzen, sagen Klimaforscher.
Quelle: Markus Scholz/dpa

Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) sehen in den Extremwetterereignissen in Teilen Deutschlands einen Beleg für dauerhafte Klimaveränderungen. "Wetterlagen, die uns früher noch erträgliche Sommertemperaturen oder einen ersehnten Landregen beschert haben, wandeln sich", sagte der Klimaforscher Peter Hoffmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Das spüren wir in der zunehmenden Intensität und Andauer von Hitzewellen und Starkregentagen.
Peter Hoffmann, Klimaforscher

Klimaschutz könnte Entwicklung begrenzen

Während es früher im Schnitt eine Hitzewelle von vier Tagen pro Sommer in Deutschland gegeben habe, seien es heute im Schnitt bereits zwei jeweils viertägige Hitzewellen und in extremen Sommern wie in den Jahren 2018 und 2019 sogar drei und mehr, sagte Hoffmann. Diese Entwicklung werde sich in den kommenden Jahrzehnten sehr wahrscheinlich weiter fortsetzen.

Laut Klima-Risiko-Index der Denkfabrik Germanwatch leiden besonders arme Länder unter den Folgen des Klimawandels. Aber auch in Deutschland kommt es immer häufiger zu Extremwetter.

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Auch lokale Unwetter "mit hohem Schadenspotenzial" könnten überall in Deutschland auftreten. Zugleich betont der Extremwetterforscher, dass sich diese Entwicklung "langfristig auch durch weitreichende Klimaschutzmaßnahmen begrenzen lässt".

Neubauer: "Leiden ist unerträglich"

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer rief die politischen Entscheidungsträger zu "mutigen Maßnahmen" im Kampf gegen den Klimawandel auf. "Menschen und Städte sind nicht gebaut für diese Klimakatastrophen, das Leiden ist unerträglich", sagte Neubauer der "Rheinischen Post". Drei Monate vor der Bundestagswahl "wäre der Moment zu zeigen, dass man vorhat, die Krise in den Griff zu bekommen".

Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 weltweit viel mehr tun muss, wenn die Erderwärmung, wie 2015 von knapp 200 Staaten in Paris vereinbart, deutlich unter zwei Grad bleiben soll. Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhitzt.

Kleiner Eisberg in der Antarktis

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