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Terra X - die Wissens-Kolumne : Klima-Angst? Noch haben wir eine Chance!

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Die Prognosen zum Klimawandel sind düster. Doch Verzweiflung ist der falsche Weg, denn es gibt noch immer Auswege aus der drohenden Klimakatastrophe. Worauf es jetzt ankommt.

Terra X - Die Wissens-Kolumne: Harald Lesch

In der Terra-X-Kolumne auf ZDFheute beschäftigen sich ZDF-Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten wie Harald Lesch, Mirko Drotschmann und Jasmina Neudecker jeden Sonntag mit großen Fragen der Wissenschaft - und welche Antworten die Forschung auf die Herausforderungen unserer Zeit bietet.

Die Aussichten sind düster. Es gibt viele offene Fragen. So habe ich meine letzte Wissens-Kolumne beendet. Und jetzt? Kann es weiter gehen? Die Szenarien-Rechnung gibt eine klare Antwort: So wie bisher jedenfalls nicht. "Stabilized World" heißt das Szenario des World3-Rechners mit dem glimpflichsten Ausgang für die Welt. Kein Kollaps der Weltbevölkerung, stabile Nahrungsversorgung, eine funktionierende Wirtschaft - jedoch ohne weiteres, unermessliches Wachstum. Die Umweltverschmutzung nimmt stark ab. Alles pendelt sich ein.

Wie kann ein stabiles System fürs Klima erreicht werden?

Was ist der Trick dabei? Ein Umdenken! Die Maximen der Weltgemeinschaft müssen sich ändern. Weg von Wachstumsdenken hin zu mehr Nachhaltigkeit. Fokus auf Artenvielfalt, auf Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit. Technische Lösungen - da, wo sie sinnvoll sind und der Umwelt nicht weiter schaden.

NANO vom 19. April: Satelliten-Daten aus dem All helfen, den Wasserbedarf auf der Erde abzuschätzen und Bewässerung zu optimieren. Technik sorgt aber auch für weniger Vielfalt auf Äckern.

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Was die Szenarienforschung eindrücklich zeigt, sind Zukunftsmöglichkeiten. Viel Konjunktiv, aus dem sich für die Gegenwart jedoch auch ein Imperativ ableiten lässt. Handlungsempfehlungen für die Weltgemeinschaft, sozusagen.

Wie gehen wir mit Angst vor dystopischen Zukunftsvisionen um?

Das Bedrohungsgefühl, das mit dem Zustand der Welt verbunden ist, betrifft offenbar vor allem die junge Generation. Das ist auch kein Wunder, weil sie ja in diese Zukunft hineinleben wird. Sie ist am meisten vom Klimawandel und den damit einhergehenden Veränderungen betroffen. Von all den kommenden Extremwetter-Ereignissen. Von all den Katastrophenfolgen, die finanziert werden müssen. Alles ausgelöst dadurch, dass wir in den letzten 200 Jahren in einem Ausmaß das Klima verändert haben, wie das noch nie auf dem Planeten so schnell passiert ist.

Die junge Generation hat weder Macht noch die Möglichkeit zur politischen Mitbestimmung: Ohne (Wahl-)Stimme müssen sie hinnehmen, was Ältere zu ihren Lasten entscheiden.

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Wir müssen das also ernst nehmen und wir müssen gerade auch den jungen Leuten Optionen in die Hand geben, den Klimawandel einzuschränken. Jetzt kommt es aber trotzdem darauf an, wie wir das angehen.

Es kommt auf jedes eingesparte CO2-Molekül an

Da ist zunächst die Tatsache: CO2 bleibt lange in der Atmosphäre. Wenn es uns aber gelingt, die Konzentration an Treibhausgasen entsprechend zu limitieren, könnten wir die langfristige Erwärmung bei zwei, vielleicht 1,5 Grad deckeln. Das zeigt die heutige Klimaforschung recht deutlich. Jedes Molekül CO2, das heute eingespart werden kann, ist ein gutes Molekül CO2. Dennoch: Ganz aufhalten lassen wird sich die Erhitzung der Erde sicherlich nicht.

So eine Erwärmung wird unweigerlich mehr Extremwetter, veränderte Jahreszeiten, steigende Meeresspiegel mit sich ziehen. Aber sie wird klimatische Bedingungen schaffen, an die wir uns anpassen könnten; wenn wir das 1,5-Grad-Ziel der UN einhalten, werden uns unsere Lebensbedingungen nicht einfach weggerissen, und es wird nicht zu dem sozialen Kollaps kommen, den uns die pessimistischen Modellrechnungen des Club of Rome prophezeiten.

CO2 besteht aus Kohlenstoff, den wir in verschiedensten Stoffen und Substanzen finden.

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Mindestens ein, möglicherweise zwei Jahrhunderte werden sich viele Generationen auf der Erde damit auseinandersetzen müssen, dafür zu sorgen, dass die Emissionen von Treibhausgasen - allen voran CO2 - niemals mehr steigen. Und in einer auf den Klimawandel angepassten Welt werden sich unsere Kinder und Kindeskinder ganz anders und positiver mit dem Klimawandel auseinandersetzen können, als wir das tun.

Die Lösungen sind schon lange bekannt

Mit Maßnahmen, die wir heute schon treffen, können wir unseren Kindern, unseren Kindeskindern und wiederum deren Nachkommen helfen, eine Zukunft mit Gestaltungsraum von uns zu erben. Statt eine Zukunft ohne Lebensraum. An dieser Stelle im Text werden viele sicher fragen: Was können wir denn genau tun? Die einfache Antwort: alles.

Uns ist schon lange bekannt, wie wir CO2 einsparen und wie wir klimaschützend handeln können; im Einzelnen, aber auch für strukturelle Veränderungen, die bitter nötig sind. Ich schreibe mal ein paar Stichworte auf: Tempolimit, Fleischkonsum reduzieren, Energiesparen, Naturschutz, Artenerhalt, Mobilität neu denken, energetisch effizient Bauen - wir wissen doch eigentlich, was zu tun ist.

NANO Doku: Der Klimawandel lässt sich allein durch Einsparen von CO2 kaum mehr aufhalten. Deshalb setzen Forschende auf eine radikale Idee: die Erde gezielt kühlen.

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Keine andere Wahl: Jetzt Klimaschutz aktiv betreiben

Jetzt ist die Zeit, in der wir die Ersten sind, die anpacken und Klimaschutz aktiv betreiben müssen. Uns bleibt keine andere Wahl. Jetzt heißt es: Geld in erneuerbare Projekte investieren, den eigenen Beitrag zum Umweltschutz leisten, die Politik drängen zu Entscheidungen, die das Klima schützen.

Wenn wir das gemeinsam tun, als Gesellschaft, als Bevölkerung dieser Erde, dann bietet uns der gemeinsame Kampf gegen die Klimakrise nicht nur eine lebenswerte Zukunftsvision - sondern auch ein Gemeinschaftsgefühl. Mit dem die Angst verdrängt wird von Tatendrang, Optimismus und einer neuen Verbundenheit mit der Natur.

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